Kann man Nikons DX-Objektive an FX-Kameras nutzen?

In der Beschreibung seines AF-S DX VR 16-85/3.5-5.6G ED sagt Nikon, das Objektiv sei kompatibel zu DX-DSLRs mit einer Brennweitenverlängerung um den Faktor 1,5, also beispielsweise der D300, D300s, D90, D80, D40x und so weiter. Dagegen sei es nur bedingt kompatibel zu FX-DSLRs wie der D3X, D3 und D700; die Kamera schalte automatisch auf das DX-Format um. Wenn ich also das Objektiv mit einer D700 benutze, muss ich dann mit irgendwelchen Qualitätseinbußen rechnen?

Das kleinere DX-Bildfeld wird im Sucher hervorgehoben (Quelle: Nikon)

DX ist Nikons Bezeichnung für das APS-C-Sensorformat; FX ist entsprechend das Kleinbildformat in Nikon-Terminologie. DX-Objektive sind für das APS-C-Sensorformat gerechnet und daher nicht für den größeren Bildkreis des Kleinbildformats geeignet. Normalerweise würde sich immer dann, wenn man für einen kleineren Bildkreis gerechnete Objektive an einer Kamera mit größerem Sensor nutzt, ein starker Randlichtabfall zum Bildrand hin zeigen. Nikons FX-DSLRs mit Kleinbildsensor wie die D3X, D3 und D700 können solche DX-Objektive allerdings erkennen und nutzen dann nur den Teil der Sensorpixel, der dem APS-C-Format entspricht. Die Bildauflösung ist also geringer, aber davon abgesehen leidet die Bildqualität nicht. Welcher Ausschnitt des Bildes tatsächlich aufgenommen wird, zeigt die Kamera im Sucher an.


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