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Im Test: Samsung NV7 OPS

Die NV-Serie von Samsung vereinigt bei den Modellen das schwarze Design, den blauen Ring um das Objektiv und die ASR-Technik. Diese Advanced Shake Reduction ist eine Art Bildstabilisierung, die mittels einer Doppelbelichtung für scharfe Fotos sorgen soll. Diese zweifache Belichtung verbindet ein scharfes, unterbelichtetes Bild mit einem richtig belichtetem. Als Superzoommodell hebt sich die im September 2006 vorgestellte NV7 OPS aus der Serie hervor, das neben einem 7,2-Megapixelsensor auch über ein Zoom mit der umgerechnete Brennweite von 38 bis 270 Millimeter verfügt. Diese Brennweite lässt sich jedoch leider nur mit 10 Zoomschritten durchfahren, was für ein Superzoom eine sehr spärliche, also grobe Steuerung bietet. Die Lichtstärke des Objektiv fällt von f2,8 bei kürzester Brennweite auf f3,7 bei längster nur relativ leicht ab. Im Makromodus kann ein Fotograf das Kameraobjektiv bis zu einem Zentimeter an das anvisierte Motiv heranführen, wobei die NV7 OPS eine kleinste Bilddiagonale von rund 29 Millimeter darstellt und dabei einen Abbildungsmaßstab von 133 Pixel pro Millimeter ermöglicht. Den Autofokus unterstützt bei schwachen Lichtverhältnissen ein Hilfslicht. Gegen die Gefahr von Verwackelungsunschärfe hilft zudem ein optischer Bildstabilisator, der mittels dem beweglichen Sensor versucht Zitterbewegungen auszugleichen.

Die Empfindlichkeit wählt die NV7 OPS automatisch oder lässt sich manuell zwischen ISO 100 und ISO 1000 wählen. Die Samsung-Kamera bietet eine Verschlusszeit von einer bis zu 1/2000 Sekunde. Als Belichtungssteuerung bietet sich für eine einfache Handhabung die Programmautomatik oder eines von 11 Motivprogrammen an. Manuelle Eingriffe sowie eine Blenden- und Zeitautomatik stehen ebenfalls zur Verfügung. Die Belichtungsmessung erfolgt mittenbetont, via Mehrfeld oder Spot. Der Weißabgleich nimmt die NV7 OPS automatisch oder mit einem von fünf Voreinstellungen vor. Außerdem steht bei der rund 450 Euro teuren Kamera eine manuelle Einstellung für die Feinabstimmung des Weißabgleichs zur Verfügung. In zwei Stufen sind auch die Schärfe und die Farbsättigung der Fotos zu beeinflussen.

Die anvisierten Motive sowie die bereits aufgenommenen Fotos lassen sich auf einem 2,5-Zoll-Monitor begutachten, der eine Auflösung von 230 000 Pixel hat. Einen Sucher sucht man bei der NV7 OPS vergebens. Die mit 19 MByte stark begrenzte interne Speicherkapazität lässt sich durch optional zuzukaufende SD-Karten erweitern. Neben einer AV-Out-Schnittstelle lässt sich die Verbindung mit einem Computer via USB 2.0 aufnehmen. Videoaufzeichnungen erfolgen im Format MPEG-4 und sind in einer Größe von 640 x 480 möglich. Wobei 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden und die Länge des Clips nur durch die Größe der eingelegten Speicherkarte begrenzt ist. Zoomfahrten während der Videoaufzeichnung sind möglich.

Die Bedienung sowie das Aussehen der NV-Serie sind Futurischtisch und ein wenig gewöhnungsbedürftig. Mit dem Bedienkonzept namens Touch & Click sind die zwei neben dem Display liegenden Knopfreihen gemeint, dessen Funktion von dem daneben auf dem Monitor angezeigten Symbol abhängt. Außerdem blättert man beispielsweise durch die gespeicherten Fotos, indem man über mehrere Tasten in die gewünschte Blätterrichtung streicht. Dieses Konzept fordert dann doch von einem Neueinsteiger in die „Touch & Click“-Technik etwas Übung sowie eine gewisse Gewöhnung ab. weiter


Samsung NV7 OPS

HerstellerSamsung
Preisrund 450 Euro
MarkteinführungSeptember 2006
Sensor1/2,5-Zoll-CCD (5,7x4,3 mm); 7,2 Mio. Pixel; Pixelabstand 1,9 µm
Auflösungen3072x2304, 2688x2016, 1920x1440, 1024x768
Megapixel7,2
Brennweite/Lichtstärke38 bis 270 mm, f2,8 bis f3,7
Zoom (optisch/digital)7,1fach/5fach
Naheinstellgrenze80 cm, Makro: 1 cm
Abbildungsmaßstab / kleinste Bilddiagonale133 Pixel/mm, 28,9 mm
FiltergewindeJa
Autofokusja, mit Hilfslicht, Mehrpunkt-AF
Manuelle Fokussierungnein
Empfindlichkeit (ISO)100, 200, 400, 800, 1000
Blendef2,8 bis k.A.
Verschlusszeit1 bis 1/2000 Sekunde
BelichtungssteuerungProgrammautomatik, Motivprogramme (11), Zeitautomatik, Blendenautomatik, manuell
Belichtungsmessungmittenbetont, Mehrfeld, Spot
Belichtungskorrekturum ±2 EV in Schritten von 1/3 EV
Kontrollierbare ParameterSchärfe (±1), Farbfilter (3)
Histogramm (vor/nach der Aufnahme)nein/nein
Parameter für BelichtungsreihenLichtwert
Weißabgleichautomatisch, manuell, 5 Voreinstellungen
Serienbilder3 Bilder pro Sekunde, 3 in Folge
Blitzeingebaut; Rote-Augen-Reduktion; Langzeitsynchronisation auf 1. und 2. Verschlussvorhang
Sucherkeiner
Display2,5-Zoll-TFT-LCD mit 230000 Pixeln
Speicher (Lieferumfang)MultiMediaCard/SecureDigital (19 MB intern)
SpeicherformateJPEG, MPEG-4
Movie-Modus (Auflösung/Bilder pro Sek./Länge/Ton)640x480/30/unbegrenzt/mit Ton
SchnittstellenUSB High-Speed, AV-out (Anschluss für optionale Dockingstation)
Stromversorgung1 Lithium-Ionen-Akku; Lieferumfang: Lithium-Ionen-Akku (3,7 V, 860 mAh) und Ladegerät/Netzteil; maximale Batterielaufzeit nach CIPA: 200 Aufnahmen
GehäusematerialAluminium
Abmessungen (B/H/T)106/62,3/20,9 mm
Gewicht (betriebsbereit)245,2 Gramm (ohne alles)
Besonderheitenoptischer Bildstabilisator mit beweglichem Sensor; ASR-Funktion (Advanced Shake Reduction) kombiniert eine unterbelichtete Aufnahme mit kurzer Belichtungszeit, die die Helligkeitsinformation liefert, mit einer korrekt belichtete aber verwackelte Aufnahme, die die Farbinformationen beiträgt, zu einem scharfen Bild; optionale Datumseinbelichtung; Bilderrahmen-Funktion; Filmschnitt in der Kamera möglich
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