Im Test: Samsung S850
Auf der Consumer Electronics Show 2007 hat Samsung die Digitalkamera S850 vorgestellt. Die Eckdaten der S-Klassekamera sind ein 8,1-Megapixelsensor mit einem Pixelabstand von 2,2 µm, ein optisches 5fach-Zoom und ein Display auf der Kamerarückseite, das 2,5 Zoll misst und mit 230 000 Pixel auflöst. Mit dem Sensor sind Bilder bis zu einer maximalen Größe von 3264 x 2448 Pixel möglich. Das Zoom verfügt über eine umgerechnete Brennweite von 38 bis 190 Millimeter und lässt sich in unserem Test mit etwas mageren 10 Zoomschritten ansteuern. Die Lichtstärke der Linsengruppe fällt von f2,8 auf f4,4 im Telebereich ab. Eine manuelle Fokussierung eines Motivs ist möglich. Ein rötliches Hilfslicht unterstützt den Autofokus bei der Schärfefindung, wenn das Umgebungslicht zu schwach ist. Im Makromodus lässt sich das Objektiv bis zu einem Zentimeter Abstand an das Motiv heranführen. Dabei bildet die S850 eine kleinste Bilddiagonale von rund 29 Millimeter ab und produziert einen Abbildungsmaßstab von rund 142 Pixel pro Millimeter. Das dürfte Anhänger der Makrofotografie begeistern, denn dies ist ein sehr guter Wert.
Handling
Die Samsung S850 liegt gut in der Hand und lässt sich als Rechtshänder auch leicht mit einer Hand bedienen. Für die Auflage des Daumens ist genügend Platz vorhanden, sodass dabei nicht versehentlich der Zoom oder eine andere Eingabe getätigt wird. Die Buttons auf der Kamerarückseite lassen sich gerade noch gut ertasten, was bei Aufnahmen bei Schwachlichtbedingungen notwendig ist. Jedoch sollte der Fotograf die Position der unterschiedlichen Eingabemöglichkeiten kennen, denn die drei Buttons unterscheiden sich nicht in der Form. Die Vierwegewippe weist einen deutlichen Druckpunkt auf. Bei schwachem Umgebungslicht schaltet sich ein rötliches Hilfslicht zu, um dem Autofokus bei der Schärfefindung zu helfen.
Ausstattung
Die Samsung S850 ist befriedigend ausgestattet. Sie verfügt über eine Gesichtserkennungsfunktion sowie einer ASR-Option, die Aufnahmen mit kurzer Belichtungszeit, die die Helligkeitsinformation liefert, mit einer korrekt belichtete aber verwackelte Aufnahme, die die Farbinformationen beiträgt, zu einem scharfen Bild zusammenfügt. Aufnahme lassen sich auf einfache Weise mit der Programmautomatik oder einem von 10 Motivprogrammen erstellen. Wobei die Einstellung Sonnenuntergang enttäuscht. Hier legt sich nur ein rötlich-bräunlicher Schleier über das gesamte Bild.

Es stehen aber auch eine Zeit- und eine Blendenautomatik zur Verfügung, falls man etwas mehr in die Belichtungssteuerung eingreifen will. Und auch ein manueller Modus steht für den ambitionierten Fotografen bereit. Jedoch finden wir keine Histogrammanzeige, die einem bei der Findung der richtigen Belichtung helfen könnte. Neben einer manuellen Option verfügt die S850 über 5 Weißabgleichsvoreinstellung. Aufnahmen speichert die Kamera entweder in ihrem internen Speicher, der nur 20 MByte misst, oder auf eine optional zu kaufende SD-Karte. Dabei ist die S850 SDHC-kompatibel. Daten überträgt die Digitalkamera via USB auf einen Computer, wobei der Transfer mit 2,7 MByte pro Sekunde abläuft (gemessen an einem iBook G4 mit 1,2-GHz-Prozessor). Das beilegende USB-Kabel stinkt leider erbärmlich, da sollte Samsung sich besser eine andere Kunststoffmischung aussuchen.
Die Videoclips lassen sich in den Größen 800x592, 720x480, 640x480, 320x240 Pixel aufzeichnen, wobei sich nur bis zur Auflösung 640 x 480 die Frame-Rate von 30 Filmbilder pro Sekunde einstellen lässt. Darüber sind nur 20 Filmbilder pro Sekunde möglich. Die AVI-Datei lässt sich leider nicht mit QuickTime auf einem Mac abspielen. weiter
Samsung S850 | |
| Hersteller | Samsung |
| Preis | rund 230 Euro |
| Markteinführung | Frühjahr 2007 |
| Sensor | 1/1,8-Zoll-CCD (7,1x5,3 mm); 8,1 Mio. Pixel; Pixelabstand 2,2 µm |
| Auflösungen | 3264x2448 |
| Megapixel | 8,1 |
| Brennweite/Lichtstärke | 38 bis 190 mm, f2,8 bis f4,4 |
| Zoom (optisch/digital) | 5fach/5fach |
| Naheinstellgrenze | 80 cm, Makro: 1 cm |
| Abbildungsmaßstab / kleinste Bilddiagonale | 142 Pixel/mm, 28,8 mm |
| Filtergewinde | Nein |
| Autofokus | ja, mit Hilfslicht, Mehrfeld-AF; optionale Gesichtserkennung |
| Manuelle Fokussierung | ja |
| Empfindlichkeit (ISO) | 50, 100, 200, 400, 800, 1600 |
| Blende | f2,8 bis f7,4 |
| Verschlusszeit | 1 bis 1/2000 Sekunde, manuell bis 15 Sekunden |
| Belichtungssteuerung | Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Motivprogramme (10), manuell |
| Belichtungsmessung | Mehrfeld, Spot |
| Belichtungskorrektur | um ±2 EV in Schritten von 0,5 EV |
| Kontrollierbare Parameter | Schärfe (±1) |
| Histogramm (vor/nach der Aufnahme) | nein/nein |
| Parameter für Belichtungsreihen | Lichtwert |
| Weißabgleich | automatisch, manuell, 5 Voreinstellungen |
| Serienbilder | ,91 Bilder pro Sekunde, in unbegrenzter Länge |
| Blitz | eingebaut (Leitzahl 9); Rote-Augen-Reduktion; Langzeitsynchronisation auf 1. und 2. Verschlussvorhang |
| Sucher | keiner |
| Display | 2,5-Zoll-TFT-LCD mit 230000 Pixeln |
| Speicher (Lieferumfang) | MultiMediaCard/SecureDigital (20 MB intern) (SDHC-kompatibel) |
| Speicherformate | JPEG, MPEG-4 |
| Movie-Modus (Auflösung/Bilder pro Sek./Länge/Ton) | 800x592, 720x480, 640x480, 320x240/30/unbegrenzt/mit Ton |
| Schnittstellen | USB High-Speed, AV-out (USB-Durchsatz: 2,7 MByte pro Sekunde) |
| Stromversorgung | 2 AA-Batterien oder -Akkus; Lieferumfang: 2 Alkaline-Batterien |
| Gehäusematerial | Kunststoff |
| Abmessungen (B/H/T) | 104/63,3/24,8 mm |
| Gewicht (betriebsbereit) | 226 Gramm |
| Besonderheiten | Gesichtserkennung; ASR-Funktion (Advanced Shake Reduction) kombiniert eine unterbelichtete Aufnahme mit kurzer Belichtungszeit, die die Helligkeitsinformation liefert, mit einer korrekt belichtete aber verwackelte Aufnahme, die die Farbinformationen beiträgt, zu einem scharfen Bild; im „Wise Shot“ Modus macht die Kamera je ein Bild mit ASR und eines mit Blitz; digitaler Bildstabilisator für Filmaufnahmen; optionale Datumseinbelichtung |