Im Test: Sony Cyber-shot DSC-H9
Genauso wie die kleinere Schwester H7 verfügt die Cyber-shot DSC-H9 über ein imposantes 15fach-Zoom, das auf eine umgerechnete Brennweite von 31 bis 465 zurückgreifen kann. Dabei sinkt die Lichtstärke des Objektivs von f2,7 bei kürzester Brennweite auf f4,5 im Telebereich ab. Der 9-Punktautofokus stellt im normalen Betrieb Motive ab einem Abstand von 50 Zentimeter scharf; im Makromodus lässt sich das Kameraobjektiv bis an das Motiv heranführen – hier akzeptiert die DSC-H7 einen Abstand von 1 bis 0 Zentimetern. In der Praxis dürfte das jedoch kaum eingesetzt werden. Dennoch erhalten wir damit in unserem Test eine kleinste Bilddiagonale von 43 Millimeter sowie einen Abbildungsmaßstab von 95 Pixel pro Millimeter. Trotz der Möglichkeit so dicht an ein Motiv heranzugehen, ist dies nicht das beste Ergebnis. Außerdem kommt es dabei zu stärkeren Verformungen des Motivs. Aber eine Superzoomkamera muss ja nicht noch eine Makrokamera sein.
Belichtungssteuerung
Die Sony Cyber-shot DSC-H9 greift auf einen 8-Megapixelsensor zurück. Dieser wird durch einen BIONZ-Prozessor ergänzt. Als Empfindlichkeit lassen sich ISO-Werte zwischen 80 und 3200 einstellen. Die Verschlusszeiten kann man zwischen den Werten 30 (manuelle), 8 (automatisch) und 1/4000 Sekunde einstellen. Zur Belichtungssteuerung stehen eine Programm-, eine Zeit- und eine Blendenautomatik bereit. Außerdem lässt sich die DSC-H9 auch manuell bedienen und eines von 9 Motivprogrammen anwählen. Ein Live-Histogramm unterstützt den Fotografen bei der Belichtung der Aufnahmen. Neben einer automatischen Option stehen beim Weißabgleich zudem 7 Voreinstellungen zur Verfügung sowie eine manuelle Möglichkeit, um den Weißabgleich fein abstimmen zu können. Schärfe, Kontrast und Farbsättigung lassen sich manuelle jeweils um einen Schritt anheben oder absenken. Eine Belichtungsreihe, bei der der Lichtwert verändert wird, steht ebenfalls bereit.
Ausstattung und Unterschied zur DSC-H7
Ein optischer Bildstabilisator und eine Gesichtserkennungsfunktion verrichten in der H9 ihre Arbeit. Neben einem klappbaren 3-Zoll-Display verfügt die DSC-H9 noch über eine Nightshot-Funktion, mit der sich Bilder bei sehr schwachen Lichtverhältnissen aufzeichnen lassen. Diese Funktion erzeugt grüngraue Bilder, die zudem noch sehr körnig erscheinen. Vor allen die letzten zwei Ausstattungsmerkmale gelten auf den ersten Blick als Unterscheidungsmerkmale zum Schwesternmodell Cyber-shot DSC-H7. Und daraus resultieren dann auch die anderen Unterschiede wie der durch das größere Display erhöhte Stromverbrauch, der wiederum für eine reduzierte Batteriebetriebsdauer verantwortlich ist, sowie das Gewicht.
In unserem Testdurchlauf entdecken wir aber auch innere Unterschiede bei den beiden Superzoommodellen. Die Cyber-shot DSC-H9 verarbeitet die aufgenommenen Fotos erkennbar besser als die H7. Und so können wir dem 50 Euro teureren Modell DSC-H9 eine bessere Bildqualität bezüglich des Verhaltens beim Farb- und Helligkeitsrauschen bescheinigen weiter
Sony Cyber-shot DSC-H9 | |
| Hersteller | Sony |
| Preis | rund 500 Euro |
| Markteinführung | Mitte Mai 2007 |
| Sensor | 1/2,5-Zoll-CCD (5,8x4,4 mm); 8,0 Mio. Pixel; Pixelabstand 1,8 µm |
| Auflösungen | 3264x2448, 3264x2176, 2592x1944, 2048x1536, 1920x1080, 640x480 |
| Megapixel | 8,0 |
| Brennweite/Lichtstärke | 31 bis 465 mm, f2,7 bis f4,5 |
| Zoom (optisch/digital) | 15fach/30fach |
| Naheinstellgrenze | 50 cm, Makro: 0 cm |
| Abbildungsmaßstab / kleinste Bilddiagonale | 95 Pixel/mm, 42,9 mm |
| Filtergewinde | optional (74 mm) |
| Autofokus | ja, mit Hilfslicht, 9-Punkt-AF |
| Manuelle Fokussierung | nein |
| Empfindlichkeit (ISO) | 80, 100, 200, 400, 800, 1600, 3200 |
| Blende | f2,7 bis f5,6 |
| Verschlusszeit | 8 bis 1/4000 Sekunde, manuell bis 30 Sekunden |
| Belichtungssteuerung | Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Motivprogramme (9), manuell |
| Belichtungsmessung | mittenbetont, Mehrfeld, Spot |
| Belichtungskorrektur | um ±2 EV in Schritten von 1/3 EV |
| Kontrollierbare Parameter | Farbsättigung (±1), Kontrast (±1), Schärfe (±1), Blitzbelichtung (±2 in Schritten von 1/3 EV) |
| Histogramm (vor/nach der Aufnahme) | ja/ja |
| Parameter für Belichtungsreihen | Lichtwert |
| Weißabgleich | automatisch, manuell, 7 Voreinstellungen |
| Serienbilder | 1,9 Bilder pro Sekunde, 100 in Folge |
| Blitz | eingebaut (Leitzahl 7); Rote-Augen-Reduktion; Langzeitsynchronisation auf 1. und 2. Verschlussvorhang |
| Sucher | elektronisch mit 201000 Pixeln |
| Display | 3-Zoll-TFT-LCD mit 230000 Pixeln; klappbares Display |
| Speicher (Lieferumfang) | MemoryStick Duo, MemoryStick Pro Duo (31 MB intern) |
| Speicherformate | JPEG, MPEG-1 |
| Movie-Modus (Auflösung/Bilder pro Sek./Länge/Ton) | 640x480/30/unbegrenzt/mit Ton |
| Schnittstellen | USB High-Speed, AV-out (Anschluss für HD-ready-TV) |
| Stromversorgung | 1 Lithium-Ionen-Akku; Lieferumfang: Lithium-Ionen-Akku und Ladegerät; maximale Batterielaufzeit nach CIPA: 280 Aufnahmen |
| Gehäusematerial | Kunststoff |
| Abmessungen (B/H/T) | 109,5/83,4/85,7 mm |
| Gewicht (betriebsbereit) | 424 Gramm |
| Besonderheiten | optischer Bildstabilisator; Gesichtserkennung; Bionz Imaging Prozessor; Rote-Augen-Retusche in der Kamera; Orientierungssensor für automatische Bilddrehung; NightShot-Funktion für Infrarotaufnahmen bei Dunkelheit |