Im Test: Samsung L77
Klein und handlich präsentiert sich die Samsung L77. Und das, obwohl sich in dem schlanken Gehäuse der Kamera neben einem 7,1-Megapixelsensor auch ein 7fach-Zoom verbirgt. Dieses verfügt über eine auf Kleinbild umgerechnete Brennweite von 38 bis 266 Millimeter. Die Lichtstärke des Zoomobjektivs fällt von f3,5 auf f5,4 bei längster Brennweite ab. Hier hätte Samsung ruhig ein etwas Lichtstärkeres Objektiv verbauen können. Wir konnten mit der Zoomwippe in 20 Zoomschritten die gesamte Brennweite durchfahren. Etwas mehr Schritte und somit eine feinere Steuerung wären hier wünschenswert gewesen, um den Ausschnitt eines Motivs genauer bestimmen zu können, ohne dabei viel Beinarbeit leisten zu müssen.
Belichtungssteuerung
Die L77 von Samsung bietet eine Programmautomatik sowie 11 Motivprogramme zur Belichtungssteuerung. Während im Modus Programm Verschlusszeiten von 1 bis 1/1250 Sekunden möglich sind, erlaubt das Motivprogramm Nacht Aufnahmezeiten bis zu 15 Sekunden. Die Belichtungsmessung lässt sich via Mittenbetonter Integral-, Matrix- oder Spotmessung durchführen. Fünf Voreinstellungen stehen neben dem automatischen Weißabgleich bereit. Außerdem kann ein Fotograf auf den Speicher für einen manuellen Weißabgleich zurückgreifen.
Handling und Ausstattung
Trotz der kleinen Größen liegt die L77 gut in der Hand. Für Rechtshänder mit mittelgroßen Händen ist es auch kein Problem, die Digitalkamera nur mit einer Hand zu halten und Fotos zu schießen. Neben der Vierwegewippe lassen sie Einstellungen auch über vier kleinere Buttons eingeben. Diese lassen sich noch gut ertasten und somit auch bei schlechten Lichtverhältnissen finden. Jedoch sollte man die Funktion der einzelnen Tasten gut kennen, da sie sich im Aufbau gleichen. Videoaufnahmen sind mit einer maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixel möglich. Erfreulich ist, dass der Fotograf auch das Zoom während der Aufzeichnung einsetzen kann und dass die Dauer der Aufnahmen nur von der Größe der eingelegten SD-Karte abhängt. Der MPEG-4-Clip lässt sich unter anderem auch mit QuickTime auf einem Macintosh-Rechner ansehen. Daten transferiert die L77 via USB-Schnittstelle mit der flotten Geschwindigkeit von 5,4 MByte pro Sekunde (an einem iBook G4 mit 1,25 GHz-Prozessor und Mac OX v10.4 gemessen). weiter
Samsung L77 | |
| Hersteller | Samsung |
| Preis | rund 350 Euro |
| Markteinführung | April 2007 |
| Sensor | 1/2,5-Zoll-CCD (5,7x4,3 mm); 7,1 Mio. Pixel; Pixelabstand 1,9 µm |
| Auflösungen | 3072x2304, 3072x1728, 2592x1944, 2048x1536, 1024x768 |
| Megapixel | 7,1 |
| Brennweite/Lichtstärke | 38 bis 266 mm, f3,5 bis f5,4 |
| Zoom (optisch/digital) | 7fach/5fach |
| Naheinstellgrenze | 80 cm, Makro: 10 cm |
| Filtergewinde | Nein |
| Autofokus | ja, Mehrpunkt-AF |
| Manuelle Fokussierung | nein |
| Empfindlichkeit (ISO) | 50, 100, 200, 400, 800, 1600 |
| Blende | f3,5 bis k.A. |
| Verschlusszeit | 1 bis 1/1250 Sekunde, manuell bis 15 Sekunden |
| Belichtungssteuerung | Programmautomatik, Motivprogramme (11) |
| Belichtungsmessung | mittenbetont, Mehrfeld, Spot |
| Belichtungskorrektur | um ±2 EV in Schritten von 1/3 EV |
| Kontrollierbare Parameter | Schärfe (±1), Farbfilter (Rot, Grün, Blau, RGB-Vorgabe) |
| Histogramm (vor/nach der Aufnahme) | nein/nein |
| Parameter für Belichtungsreihen | Lichtwert |
| Weißabgleich | automatisch, manuell, 5 Voreinstellungen |
| Blitz | eingebaut; Rote-Augen-Reduktion; Langzeitsynchronisation |
| Sucher | keiner |
| Display | 2,5-Zoll-TFT-LCD mit 230000 Pixeln |
| Speicher (Lieferumfang) | MultiMediaCard/SecureDigital (20 MB intern) (SDHC-kompatibel) |
| Speicherformate | JPEG, MPEG-4 |
| Movie-Modus (Auflösung/Bilder pro Sek./Länge/Ton) | 640x480, 320x240/30/unbegrenzt/mit Ton |
| Schnittstellen | USB High-Speed, AV-out |
| Stromversorgung | 1 Lithium-Ionen-Akku; Lieferumfang: Lithium-Ionen-Akku (3,7 V, 660 mAh) und Ladegerät/Netzteil |
| Gehäusematerial | Metall |
| Abmessungen (B/H/T) | 94/57/21 mm |
| Gewicht (betriebsbereit) | 135 Gramm (ohne alles) |
| Besonderheiten | elektronischer Bildstabilisator mit Gyro-Sensoren kann Verwacklungsunschärfe durch Dekonvolution herausrechnen; optionale Datumseinbelichtung |