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Im Test: Fuji FinePix F50fd

Als Fuji Ende Juli die FinePix F50fd vorstellte, erschien sie einigen als die Erfüllung ihrer innigsten Wünsche, sollte sie doch – erstmals bei einem FinePix-Modell – mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet sein. Andere sahen in der F50fd den Sündenfall, denn mit dieser Kamera folgte nun auch Fuji dem Trend zu immer höher auflösenden Kompaktkameras.

Die F50fd setzt eine Modellreihe fort, die mit der F10 vom April 2005 begonnen hatte. Schon dieses Modell zeichnete sich durch ein sehr gutes Rauschverhalten auch bei höheren ISO-Werten aus, wozu neben einer sehr wirksamen, dabei aber nicht zu aggressiven Rauschunterdrückung vor allem die Selbstbeschränkung auf 6 Megapixel bei einem Sensorformat von 1/1,7 Zoll beitrug, während die Mitbewerber überwiegend auf die kleineren 1/2,5-Zoll-Sensoren setzten. Spätere Modelle wie die F30 und F31fd brachten im höheren ISO-Bereich noch bessere Ergebnisse, aber an der Megapixelzahl änderte sich nichts – es blieb bei sechs Millionen Pixeln, die zwar eine hohe effektive Auflösungsleistung erbrachten, aber im Regal des Fotohändlers zunehmend von Modellen mit 8, 10 oder mittlerweile sogar 12 Megapixeln in den Schatten gestellt wurden. Zwar stieß man in der Praxis kaum an die Grenzen der Auflösung, denn Bilder einer F30 oder F31fd eigneten sich auch für Abzüge in Posterformaten. Ein Verkaufsgespräch, das dem Kunden die Vorzüge dieser Kameras erklärte, ließ sich aber leicht abkürzen, indem der Händler einfach auf die hohe Megapixelzahl eines der Konkurrenzmodelle verwies – wer mit 12 Megapixeln werben kann, muss nichts mehr erklären, ob die hohe Pixelzahl nun echte Vorteile bringt oder nicht.

So war es auch für Fuji an der Zeit, ein Modell der 12-Megapixel-Klasse vorzustellen – eben die F50fd, die nun die im Handel kaum noch anzutreffende F31fd ablöst. Eine Verdopplung der Pixelzahl bei einem mit 1/1,6 Zoll nur wenig größeren Sensor erzwingt eine Halbierung der einzelnen Pixel; kleinere Pixel aber sind weniger lichtempfindlich, können weniger Elektronen sammeln und sind daher anfälliger für Rauschen. Auch der Kontrastumfang, den ein Sensor bewältigen kann, hängt von der Pixelgröße ab. Die spannendste Frage ist diesem Test war daher, wie sich die hohe Megapixelzahl auf die bisherige Stärke von Fujis Fxx-Baureihe auswirken würde, nämlich ihre relativ hohe Bildqualität bei hohen ISO-Werten.

Daneben hat die F50fd aber noch weitere interessante und weniger kontroverse Eigenschaften. Sie ist noch einmal kleiner – vor allem flacher – als die Vorgängermodelle, hat dabei aber ein größeres Display, unterstützt mehr Speicherkartentypen und kann der Verwacklungsunschärfe mit einem optischen Bildstabilisator entgegen wirken. Die in der S6500fd und F31fd erstmals eingeführte Gesichtserkennung hat Fuji nochmals verbessert; mit der F50fd feiert deren Version 2.0 mit erweiterten Möglichkeiten Premiere. Es mangelt also nicht an Fragen zum neuen Modell, die dieser Test beantworten soll. Dazu stand uns eine FinePix F50fd aus japanischer Produktion mit der Seriennummer RW000370 zur Verfügung. weiter


Fuji FinePix F50fd

HerstellerFuji
Preisk.A.
MarkteinführungSeptember 2007
Sensor1/1,6-Zoll-SuperCCD HR (7,9x5,9 mm); 12,0 Mio. Pixel; Pixelabstand 2 µm
Auflösungen4000x3000, 4224x2816, 2848x2136, 2048x1536, 1600x1200, 640x480
Megapixel12,0
Brennweite/Lichtstärke35 bis 105 mm, f2,8 bis f5,1
Zoom (optisch/digital)3fach/8,2fach
Naheinstellgrenze45 cm, Makro: 7 cm
Abbildungsmaßstab / kleinste Bilddiagonale62 Pixel/mm, 81 mm
FiltergewindeNein
Autofokusja, mit Hilfslicht, Mehrfeld- oder Spot-AF; auch kontinuierlicher Autofokus; Autofokus mit Gesichtserkennung
Manuelle Fokussierungnein
Empfindlichkeit (ISO)100, 200, 400, 800, 1600 (3200 bei 6 Megapixel, 6400 bei 3 Megapixel)
Blendef2,8 bis f8
Verschlusszeit1/4 bis 1/2000 Sekunde, manuell bis 8 Sekunden
BelichtungssteuerungProgrammautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Motivprogramme (16)
Belichtungsmessungmittenbetont, Mehrfeld (256 Messfelder), Spot
Belichtungskorrekturum ±2 EV in Schritten von 1/3 EV
Kontrollierbare ParameterFarbsättigung/Kontrast (2)
Histogramm (vor/nach der Aufnahme)nein/nein
Parameter für Belichtungsreihen
Weißabgleichautomatisch, manuell, 6 Voreinstellungen
Serienbilder2 Bilder pro Sekunde, 3 in Folge (auch Letzte-3-Bilder-Modus mit gleicher Bildfrequenz; mit 0,35 Bilder/Sek. können beliebig lange Sequenzen aufgezeichnet werden; bei auf 3 Megapixel reduzierter Auflösung und ISO 400 oder höher kann man bis zu 12 Bilder mit 4,8 Bilder/Sek. aufnehmen)
Blitzeingebaut (Leitzahl 6); Rote-Augen-Reduktion; Langzeitsynchronisation
Sucherkeiner
Display2,7-Zoll-TFT-LCD mit 230000 Pixeln
Speicher (Lieferumfang)xD Card, MultiMediaCard/SecureDigital (25 MB intern) (SDHC-kompatibel)
SpeicherformateJPEG, AVI
Movie-Modus (Auflösung/Bilder pro Sek./Länge/Ton)640x480, 320x240/25/unbegrenzt/mit Ton
SchnittstellenUSB High-Speed, AV-out (USB-Durchsatz 3,6 Megabyte/Sek.; USB-Schnittstelle unterstützt PTP, jedoch nicht den Massenspeichermodus; Infrarot-Schnittstelle (IrSimple und IrSS) für den Datenaustausch zwischen Kameras oder zwischen Kamera und Drucker)
Stromversorgung1 Lithium-Ionen-Akku; Lieferumfang: Lithium-Ionen-Akku (3,7 V, 1000 mAh) und Ladegerät; maximale Batterielaufzeit nach CIPA: 230 Aufnahmen
GehäusematerialMetall
Abmessungen (B/H/T)92,5/59,2/22,9 mm
Gewicht (betriebsbereit)170 Gramm
Besonderheitenoptischer Bildstabilisator mit beweglichem Sensor, wahlweise ständig oder nur während der Aufnahme aktiv; automatische Gesichtserkennung für bis zu zehn Gesichter in einem Bild – der Autofokus kann die Schärfentiefe so wählen, dass alle erkannten Gesichter scharf abgebildet werden; Version 2.0 erkennt Gesichter jetzt auch noch, wenn der Kopf gedreht oder gekippt ist; die Belichtung und gegebenenfalls die Blitzausleuchtung der Gesichter wird optimiert; rote Augen können automatisch entfernt werden (wahlweise nach der Aufnahme oder im Wiedergabemodus); die ISO-Automatik kann auf maximal ISO 400, 800 oder 1600 begrenzt werden; wahlweise in Titansilber oder Mattschwarz erhältlich
Copyright ©2007 by Michael J. Hußmann