Sony Alpha200: Bildqualität
Die Sony Alpha200 löst rund 1580 Linien pro Bildhöhe auf. Damit liegt das Auflösevermögen des Sony-Modells leicht unter der 8,2-Megapixelkamera Canon EOS 20D (1590 Linien pro Bildhöhe). Aktuelle SLR-Kameras mit einem 10-Megapixelsensor weisen im Vergleich eine mit 200 bis 300 Linien höhere Auflösung pro Bildhöhe auf. Somit ist der Wirkungsgrad der Kamera mit 61 Prozent recht niedrig.
In der Empfindlichkeit ISO 100 messen wir einen Rauschabstand von 16,6 dB, was einem Helligkeitsrauschen von 2,2 Prozent entspricht. Das Rauschen steigt bis ISO 400 leicht auf 3,2 Prozent an, um in der nächst höheren ISO-Stufe 800 einen Sprung auf 6,3 Prozent zu machen. Bis zur ISO-Einstellung 3200 steigt der Rauschabstand dann nur noch leicht auf 12,8 dB an, was einem leicht reduzierten Helligkeitsrauschen von 5,3 Prozent entspricht.
Das Farbrauschen, das vom Bildbetrachter gewöhnlich als störender empfunden wird, liegt in der Einstellung ISO 100 bei 0,7 Prozent und steigt im Folgenden in der Einstellung ISO 800 bis auf 1,8 Prozent. Dann greift die Kameraelektronik bemerkbar ein und wir messen bei ISO 1600 rund 1,5 Prozent Farbrauschen. In der höchsten ISO-Stufe produziert die Alpha200 dann ein Farbrauschen von 2,0 Prozent. Im Vergleich zur Nikon D40, die bei ISO 1600 ein Chrominanzrauschen von 0,6 Prozent produziert, erzeugt das Sony-Modell somit ein deutlich höheres Farbrauschen.

In Punkto Farbwiedergabe messen wir bei der Alpha200 nur 1,7 Prozent Farbfehler. Rot tendiert zu Gelb, Gelb tendiert zu Grün und Cyan neigt leicht zu Grün. Der automatische Weißabgleich unter Tageslicht arbeitet sehr exakt. Hier messen wir lediglich eine Abweichung von 2,0 Prozent. Der Weißabgleich unter Kunstlichtbedingungen, der mit der Voreinstellung der Kamera überprüft wird, patzt jedoch. Hier weicht die Alpha200 14,5 Prozent von den Vorgaben ab. weiter