Nikon D60: Bildqualität
Die Nikon D60 löst mit rund 1740 Linien pro Bildhöhe auf und liegt damit in Augenhöhe der Sony Alpha700. Denn die Sony löst 1760 Linien pro Bildhöhe auf, setzt dafür aber einen größeren Sensor mit 12,2 Megapixel ein.
In der Empfindlichkeitsstufe ISO 100 produziert die Nikon einen hohen Rauschabstand von 17,5 dB, was einem relativ geringen Helligkeitsrauschen von 1,79 Prozent entspricht. Das Farbrauschen liegt bei dieser Empfindlichkeit mit 0,40 Prozent im guten Bereich. Mit den ansteigenden Empfindlichkeitsstufen verstärkt sich auch das Farbrauschen bei ISO 400 leicht auf 0,5 Prozent. Dann greift die kamerainterne Reduzierung sichtbar ein und wir messen unter ISO 800 erneut 0,4 Prozent. Bei ISO 1600 sind es wieder 0,5 Prozent und bei ISO 3200 0,6 Prozent Farbrauschen, die wir messtechnisch ermitteln können. Das Helligkeitsrauschen zeigt einen ähnlichen Verlauf. Der erste sichtbare Dämpfungsknick tritt bei ISO 400 ein. Danach fällt der Rauschabstand beständig ab und landet unter ISO 3200 bei 10,9 dB. Dies entspricht rund 8,1 Prozent Helligkeitsrauschen. Das visuell dominanter auftretende Farbrausch hat die D60 somit sehr gut im Griff. Das im Vergleich doch etwas zu starke Helligkeitsrauschen wird in den Aufnahmen bei ISO 3200 sichtbar. Die Konturen bleiben jedoch auch in den höchsten Empfindlichkeitsstufen lobenswerterweise erhalten. Farbvermischungen bei angrenzenden Farbflächen kommt praktisch nicht vor, was ebenfalls ein Lob verdient.

Die Nikon D60 weicht lediglich 1,7 Prozent von der Farbvorgabe ab und ist damit Farbtreu. Gelb tendiert zu Grün, Grün tendiert leicht zu Cyan und Cyan tendiert leicht zu Blau. Außerdem tendiert Blau zu Magenta und Magenta tendiert ganz leicht zu Blau. Der automatische Weißabgleich der D60 arbeitet unter Tageslichtbedingungen mit einer Abweichung von 4,5 Prozent gut. Unter Kunstlichtbedingungen liegt die Voreinstellung der Kamera jedoch etwas weiter neben der Vorgabe. Hier messen wir eine Abweichung von 10,9 Prozent, was noch befriedigend ist. weiter