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Canon kündigt EOS-1D Mark III an

Die neue EOS löst ab Ende April 2007 die EOS-1D Mark II N ab

23.02.2007 | cja/mjh

Zwei DIGIC-III-Prozessoren sind neben dem über 8 Kanäl parallel ausgelesenen CMOS-Sensor für die Schnelligkeit und die Bildqualität der EOS-1D Mark III verantwortlich und bringen die 14-Bit-Bildverarbeitung in die EOS-Serie ein. Dies soll im Vergleich zum Vorgängermodell für eine viermal feinere Tonwertdifferenzierung sorgen. Der CMOS-Sensor hat einen höheren Fill-Factor, der laut Canon zusammen mit der im Chip integrierten Rauschunterdrückung für eine hohe Bildqualität bei ISO 3200 sorgen soll. Der CMOS-Sensor in der APS-H-Größe (28,1 x 18,7 mm) – dies entspricht einem Verlängerungsfaktor von 1,3 gegenüber klassischem Kleinbildformat – ermöglicht standardmäßig einen Empfindlichkeitsbereich von 100 bis 3200 ISO. Dieser Bereich ist erweiterbar auf ISO 50 und 6.400; bei ISO 50 ist der Dynamikumfang etwas geringer. Der Sensor der Kamera löst nun 10,1 Megapixel auf; die EOS-1D Mark II beherbergte im Vergleich dazu einen 8,2-Megapixelsensor.

Als weitere Neuerung verfügt die EOS-1D Mark III über ein 3,0-Zoll-Display (230 000 Pixel) mit Live-View-Funktion. Damit lässt sich ein Bildmotiv in Echtzeit auf dem Monitor statt durch den optischen Sucher betrachtet. Hierzu klappt der Rückschwingspiegel hoch und die Kamera öffnet den Verschluss, um das farbige Live-Bild direkt über den CMOS-Sensor zu erzeugen. Die Anzeige des Live-Bildes ist nicht zeitbeschränkt; wenn sich die Kamera aber überhitzt, schaltet sie sich selbsttätig ab und kann erst wieder in betrieb genommen werden, nachdem sich der Sensor abgekühlt hat. Zur Unterstützung der manuellen Fokussierung kann das Live-Bild 5fach oder 10fach vergrößert werden; der Autofokus ist nicht verfügbar. In das Live-Bild kann auch ein Live-Histogramm eingeblendet werden. Im Remote-Capture-Betrieb kann das Live-Bild auch auf einem per USB 2.0 angeschlossenen Computer angezeigt werden, und auch eine ferngesteuerte Scharfeinstellung ist möglich.

Das neu in die Profilinie eingeführte EOS-Integrated-Cleaning-System minimiert die Gefahr von Staubpartikel auf den Sensoren und reduziert so die Notwendigkeit von manuellen Reinigungsmaßnahmen. Im Gegensatz zur EOS 400D, die als erstes EOS-Modell mit einer Selbstreinigung des Sensors ausgestattet worden war, versetzt die EOS-1 D Mark III das IR-Sperrfilter statt des Antialiasingfilters in Ultraschallschwingungen, um anhaftenden Staub abzuschütteln. Um eine Beeinträchtigung der Qualität von aufgenommenen Bildern zu vermeiden, zeigt die digitale SLR im Falle einer Verunreinigung eine Warnung auf dem Display an.

Zur Vermeidung von Datenverlusten erzeugt die EOS einen Signalton, wenn die Speicherkartenklappe geöffnet wird, während der Schreibvorgang für die Bilder noch nicht abgeschlossen ist. Damit beseitigt Canon endlich ein schon länger bestehendes Problem, das leicht zum Totalverlust einer Bildserie führen konnte.

Eine weitere Neuheit hat Canon auch dem Autofokus-System (AF-System) mitgegeben. Statt einem mittigen Kreuzsensor aus insgesamt 45 AF-Messpunkten verfügt die EOS-1D Mark III nun über insgesamt 19 Kreuzsensoren. Mit weiteren 26 Autofokushilfsmesspunkten wird die AF-Schärfenachführung bei sich bewegenden Objekten unterstützt. Canon hat nun auch eine AF-Taste auf der Rückseite der Kamera angebracht, damit Benutzer die AF-Funktion je nach Bedarf aktiviert oder deaktiviert können, während man durch den Sucher sieht.

Die EOS-1D Mark III ist Canon zufolge nach 0,2 Sekunden aufnahmebereit, kann über 100 Megapixel Bilddaten pro Sekunde erfassen sowie verarbeiten, den Bildspeicher rasch wieder leeren und 110 JPEG-Bilder in Folge und voller Aufnahmefrequenz fotografieren. Die Verschlusseinheit soll mindestens 300.000 Zyklen aushalten. Das Belichtungsmesssystem der Kamera verfügt über 63 Sektoren. Das Menüsystem in der EOS-1D Mark III hat Canon umstrukturiert und an die Größe des LCD-Displays angepasst. Das verbesserte Bedienkonzept mit einem Mini-Joystick zusätzlich zum hinteren Einstellrad ist stärker an den Mittelklassemodellen EOS 5D und EOS 30D als am Vorgängermodell orientiert.

Das schnellste Modell der EOS-Familie wird voraussichtlich ab Ende April 2007 zu einem UVP von 4307,59 Euro im Handel erhältlich sein (die ungewöhnlichen Preisangaben neuerer Canon-Modelle rühren daher, dass der Hersteller einen europaweit einheitlichen Nettopreis festlegt und sich der Bruttopreis dann ohne weitere Rundung aus den jeweils gültigen Mehrwertsteuersätzen ergibt).

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