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Foto + Film

Das Deutsche Museum in München eröffnet eine neue Dauerausstellung

07.03.2007 | mjh

Das Deutsche Museum in München ist für seine Ausstellungen zu allen Bereichen der Technik bekannt, von Fliegerei und Raumfahrt bis zum Bergbau, den man in einem nachgebauten Bergwerk im Keller des Museums so anschaulich vorgeführt bekommt, dass sich beim Besucher klaustrophobische Gefühle einstellen können.

Ab dem 8. Mai wird das Museum um eine neue Dauerausstellung „Foto + Film“ erweitert, die einen umfassenden Überblick von der Entstehung der analogen Aufnahmetechnik bis zur modernen, digitalen Film- und Fotoausrüstung gibt. Neben der Darstellung der chronologischen Entwicklung befasst sich die Ausstellung auch mit den grundlegenden Bildmerkmalen Zeit, Raum und Farbe und erläutert die Details und Funktionsweisen einzelner Bauteile der Foto- und Filmtechnik. Zahlreiche Demonstrationen und Experimente laden den Besucher in allen Bereichen zum Anfassen und Ausprobieren ein.

Rund 600 Exponate auf einer Ausstellungsfläche von 560 Quadratmetern entführen den Besucher in die Welt der Foto- und Filmtechnik von 1839 bis in die Gegenwart. Die Exponate reichen von historischen Raritäten wie einer Brieftaubenkamera bis zur modernen Digicam.

Das Herzstück der Ausstellung bildet eine Vitrine von 20 Metern Länge, die frei im Zentrum des Raumes steht. Hier werden auf einer Seite die Film- und Fotoapparate chronologisch von Raritäten wie der ersten Daguerre-Kamera aus dem Jahr 1893, über Reise- und Atelierkameras bis zum modernen Camcorder präsentiert und dem Besucher damit ein vollständiger Überblick über die gesamte technische Entwicklungsgeschichte geboten. Auf der anderen Seite spaziert der Besucher entlang der wichtigsten Meilensteinen der Foto- und Filmgeschichte und findet dabei zahlreiche Beispiele für deren praktischen Einsatz. Auf drei transparenten, holographischen Scheiben vor der Vitrine kann der Besucher durch Berühren Informationen in Text und Bild zu jeder Kamera in der Großvitrine abrufen.

Fünf Themeninseln, die mit Zeit, Raum und Farbe elementare Merkmale des technischen Bildes aufgreifen und durch Aspekte des „schnellen“ wie des „indiskreten“ Bildes erweitern, flankieren die Schauvitrine. Vorgestellt wird hier beispielsweise die Technik der Chronofotografie, mit der erstmalig schnelle, bewegte Motive aufgenommen werden konnten. Ottomar Anschütz’ „Schnellseher“ mit 24 Reihenaufnahmen von 1892 ist im Original zu sehen und kann durch eine Demonstration auch vom Besucher selbst erprobt werden. Der „Bosco Photographie-Automat“ zählt zu den ersten so genannten Selbstfotografierern, der Sofortbilder aus dem Automaten lieferte und auf keinem Jahrmarkt fehlen durfte. Die Themeninsel, das „indiskrete“ Bild, zeigt den Weg von der Geheimkamera bis zu Multifunktionsgeräten des täglichen Gebrauchs wie dem Handy.

Ein weiterer Bereich der Ausstellung erläutert dem Besucher Details und Funktionen einzelner Bauteile der Foto- und Filmtechnik: Was bewirkt die Blende, wozu dient der Sucher und welchen Effekt erzielt der Fotograf mit dem „Fischaugen-Objektiv“? Zahlreiche Aufnahmen illustrieren hier beispielsweise die Wirkung spezieller Linsen. Neutronentomographien von historischen Objektiven, die im Forschungsreaktor II in Garching aufgenommen wurden, machen neben der Zahl und Anordnung der Linsen auch die unterschiedlichen Glasssorten sichtbar.

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