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Pentax vor Zerschlagung gerettet?

Fusion mit Hoya vorerst auf Eis gelegt

10.04.2007 | mjh

Nach einer gemeinsamen Ankündigung von Hoya und Pentax im vergangenen Dezember schienen die Weichen für eine Fusion beider Unternehmen gestellt, die in Form eines Aktientauschs erfolgen sollte und auf eine Übernahme von Pentax durch Hoya hinausgelaufen wäre. Offenbar stand jedoch der Pentax-Vorstand diesem Fusionsplan kritisch gegenüber, zumal mittlerweile durchgesickert war, dass Hoya vor allem an Pentax’ Know-how im Bereich der medizinischen Optik interessiert ist und die Kamera-Sparte nach der Übernahme abstoßen würde. Neben dem bisherigen Präsidenten und CEO von Pentax, Fumio Urano, unterstützte aber nur noch einer der Direktoren die von ihm betriebene Fusion, und nun setzte sich die Vorstandsmehrheit durch und sagte einen Zusammenschluss mit Hoya zu den bisherigen Konditionen ab. Fumio Urano trat von seinem Posten zurück und machte dem bisherigen Vizepräsidenten Takashi Watanuki Platz; er gehört dem Vorstand aber weiter als Direktor an. Gleichzeitig mit diesem Wechsel in der Führungsriege gab Pentax bekannt, mit Hoya weiter zu verhandeln. Auch Hoya erklärte, weiter an einer Fusion interessiert zu sein und änderte das Angebot eines Aktientauschs zu einem Kauf der Pentax-Aktien zum Kurs von 770 Yen.

Die Gefahr für Pentax’ Aktivitäten im Fotobereich scheint damit zunächst gebannt. Allerdings hatte sich schon früher eine Minderheit von Anteilseignern dafür ausgesprochen, das Fotosegment aufzugeben und das Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf dem lukrativeren Markt der medizinischen Optik neu auszurichten.

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