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Magnetisch gewiegt

So arbeitet der Bildstabilisator der Pentax K100D

24.05.2006 | mjh

Pentax hält eine Vielzahl von Patenten für Erfindungen aus dem Bereich der Bildstabilisierung, und nachdem der Hersteller erstmals in der Optio A10 Gebrauch von diesen Innovationen gemacht hatte, soll die hauseigene Technologie zur Vermeidung von Verwacklungsunschärfe nun auch in Spiegelreflexkameras eingebaut werden. Das erste dieser Modelle wird die K100D sein, deren Markteinführung für Anfang August geplant ist.

Ähnlich dem Anti-Shake-System von Konica Minolta beruht auch die Pentax-Technologie auf einem beweglich gelagerten Sensor. Gyrosensoren erkennen die Bewegungen der Kamera, woraus eine Steuereinheit berechnen kann, wie sich das Bild auf dem Sensor verschieben würde. Der Sensor wird dieser Verschiebung nachgeführt, sodass ein Bilddetail stets auf dieselben Pixel des Sensors projiziert wird.

Zur Steuerung des Sensors setzt Pentax Elektromagnete ein, mit denen der auf eine Platte montierte Sensor gegenüber einer Grundplatte verschoben werden kann. Weitere Elektromagnete registrieren die aktuelle Position des Sensors, wodurch eine präzise Steuerung möglich wird. Konica Minoltas prinzipiell ähnlicher Mechanismus benutzt dagegen Piezokristalle, um den Sensor zu verschieben.

Über den Grundmechanismus hinaus hat Pentax Patente auf weitere Erfindungen erhalten, von denen noch nicht klar ist, ob sie bereits in der K100D verwirklicht sein werden. So gibt es ein Patent auf einen Bildstabilisator, der der nicht nur Schwenk- und Kippbewegungen der Kamera, sondern auch deren Drehung um die optische Achse korrigieren kann. Eine weitere Erfindung soll die zusätzliche Vignettierung ausgleichen, die für Systeme mit beweglichem Sensor typisch ist: Wenn der Sensor aus seiner zentralen Lage verschoben wird, können Fotodioden im Randbereich für kurze Zeit außerhalb des Bildkreises geraten und erhalten insgesamt weniger Licht. Der Bildstabilisator registriert, wie oft und wie lange welche Teile des Sensors während der Belichtung davon betroffen waren, damit diese Bereiche in der internen Bildverarbeitung entsprechend aufgehellt werden können.

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