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Frischgemacht

Nikons renoviertes Spitzenmodell heißt D2Xs

01.06.2006 | mjh

Knapp vier Monate vor der Photokina waren keine revolutionären Neuerungen zu erwarten, und so bringt die D2Xs vor allem Verbesserungen im Detail, die allerdings für Nikon-Fotografen hoch willkommen sein werden. Ab Juli wird das neue Modell die nicht weiter produzierte D2X ablösen und zu einem Preis von rund 5070 Euro in den Handel kommen.

Die wesentlichen Kenndaten sind unverändert; nach wie vor setzt Nikon auf einen CMOS-Sensor mit 12,4 Megapixeln, aus dessen Abmessungen von 23,7 mal 15,7 Millimetern sich ein Verlängerungsfaktor von 1,5 ergibt. Mit der D200 eingeführte Verbesserungen wie ein im Winkel von 170 Grad ablesbare 2,5-Zoll-Display und das verbesserte Menüdesign finden sich nun auch bei der D2Xs wieder. Die Empfindlichkeit des Sensors kann man nun feiner einstellen; waren die ISO-Werte oberhalb von 800 bislang nur in ganzen Blendenstufen einstellbar, kann man nun auch ISO 1000, 1130 und 1250 wählen. Im Auto-ISO-Modus kann man eine maximale Empfindlichkeit zwischen ISO 200 und 800 einstellen. Wenn der verbesserte Autofokus den Bewegungen des Motivs von Messfeld zu Messfeld folgen soll, kann man das Timing der Motivverfolgung in drei Schritten einstellen.

Einige der wichtigsten Verbesserungen betreffen den High-Speed-Modus, in dem man einen Teil der Sensorauflösung für eine höhere Serienbildfrequenz opfert. Wie schon von der D2X bekannt, kann man auch bei der D2Xs einen kleineren Bildausschnitt mit 6,8 Megapixeln wählen, der den Verlängerungsfaktor auf 2,0 vergrößert. In diesem Modus steigt die Serienbildfrequenz von 5,0 auf 8,0 Bilder pro Sekunde und man kann 38 statt 22 JPEG-Bilder (oder 29 statt 17 Raw-Bilder) in Folge aufnehmen. Zu den Neuerungen der D2Xs zählt, dass die 3D-Color-Matrix-II-Belichtungsmessung nun ebenso wie die i-TTL-Blitzbelichtungssteuerung auch im High-Speed-Modus zur Verfügung steht. Die Einstellscheibe, auf der mit einer LCD-ähnlichen Technologie Markierungen eingeblendet werden können, dunkelt im High-Speed-Modus den Randbereich ab, sodass der tatsächlich aufgenommene Ausschnitt deutlicher hervorgehoben wird, dessen Umfeld aber erkennbar bleibt.

In allen drei Farbmodi kann man sich für Adobe RGB statt sRGB entscheiden und daneben bietet die D2Xs jetzt auch einen Schwarzweißmodus. Statt nur einer eigenen Gradationskurve kann man nun drei individuelle Kurven laden und zwischen diesen und den Standardkurven umschalten. Konfigurationen der Kamera kann man nicht nur in der Kamera speichern und schnell zwischen ihnen wechseln, sondern auch auf einen Computer herunterladen und darüber auf andere Kameras übertragen. In den EXIF-Metadaten der Bilder werden zusätzliche Daten des Autofokus und, falls vorhanden, eines Bildstabilisators im Objektiv gespeichert. Die von einem optionalen GPS-Modul ermittelten Koordinaten werden um eine Stelle genauer angezeigt.

In der neugestalteten USB-2.0-High-Speed-Schnittstelle rastet das ebenfalls neue USB-Kabel sicher ein und kann nicht mehr herausrutschen. Der neue Lithium-Ionen-Akku EN-EL4a ist zu den bisher verwendeten Akkus kompatibel, soll die Batterielaufzeit aber dank einer vergrößerten Kapazität von rund 28 Wattstunden auf bis zu 3800 Aufnahmen verlängern. Wie von der D200 bekannt kontrolliert die Kamera den Zustand des Akkus und zeigt die Zahl der Aufnahmen seit dem letzten Laden, die Restkapazität und die geschätzte Lebensdauer des Akkus an. Zusammen mit Nikons optionaler Software unterstützt die D2Xs eine Authentifizierung der Bilder.

Verschiedene Hinweise deuten darauf hin, dass Nikon noch im Herbst ein Firmware-Update für die D2X herausbringen wird, das viele dieser Verbesserungen auch den Besitzern des älteren Modells zugänglich macht. Änderungen der Hardware wie das verbesserte Display, die neue Einstellscheibe oder die verriegelbare USB-Schnittstelle bleiben natürlich der D2Xs vorbehalten.

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