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Extra lang oder extra breit

Panasonic kündigt die Lumix-Modelle DMC-FZ50 und DMC-LX2 an

19.07.2006 | mjh

In den Monaten seit Panasonics Ankündigung der DSLR Lumix DMC-L1 wurde unter den Fans dieser Marke heiß debattiert, ob das bisherige Flaggschiff, das Superzoom-Modell DMC-FZ30, wohl künftig durch eine FZ40 oder durch die neue Spiegelreflexkamera ersetzt würde. Mit seiner heutigen Produktankündigung hat Panasonic die Vertreter beider Lager widerlegt, denn der Nachfolger der FZ10, FZ20 und FZ30 heißt nicht etwa FZ40, sondern mit vollem Namen Lumix DMC-FZ50 und wird ab September in den Handel kommen. Nachdem auch der einjährige Produktzyklus der Ultrakompaktkamera DMC-LX1 seinem Ende zusteuert, wird dieses Modell zum gleichen Zeitpunkt durch die verbesserte DMC-LX2 abgelöst.

Die Lumix DMC-FZ50 ist eine Bridge-Kamera mit 12fachem Zoombereich, der von umgerechnet 35 bis 420 Millimeter reicht. Die Brennweite wird mit einem mechanischen Zoomring verändert; auch die manuelle Fokussierung nimmt man mit einem Einstellring am Objektiv vor. Der für Panasonic-Modelle obligatorische optische Bildstabilisator profitiert vom neuen Prozessor Venus Engine III, der nun bis zu 16 mal längere Belichtungszeiten ohne Verwacklungsunschärfe erlauben soll; beim Vorgängermodell konnte man die Verschlusszeiten höchstens auf das 8fache verlängern, wenn man den Bildstabilisator aktivierte. Neu ist auch der 1/1,8-Zoll-Sensor mit 10,1 Megapixeln und einer Grundempfindlichkeit von ISO 100. Dank eines neuen Rauschunterdrückungsverfahrens, das Helligkeits- und Farbrauschen mit jeweils eigenen Methoden bekämpft, soll eine Empfindlichkeitssteigerung bis auf ISO 1600 möglich sein; bei reduzierter Auflösung kann man auch ISO 3200 wählen. Ihre hohe Maximalempfindlichkeit kann die Kamera nutzen, um auch von schnell bewegten Motiven nach scharfe Bilder zu machen: Die Venus Engine III erkennt Bewegungen im Bild und setzt notfalls die Empfindlichkeit herauf, um die Bewegung mit einer kurzen Verschlusszeit einzufrieren. Die Kamera speichert wahlweise im JPEG- oder Raw-Format, und im Gegensatz zum Vorgängermodell liegt jetzt auch ein zur Konvertierung der Rohdaten nötiger Konverter (Silkypix Developer Studio 2.0 SE) bei. Das TIF-Format wird nicht mehr unterstützt.

Über einen Blitzschuh kann die FZ50 externe Blitzgeräte synchronisieren, wobei erstmals in dieser Baureihe auch eine TTL-Blitzsteuerung mit kompatiblen Blitzgeräten unterstützt wird; Panasonic bietet zwei Modelle mit einer Leitzahl von 36 beziehungsweise 50 an. Das dreh- und schwenkbare 2,0-Zoll-Display hat mit 207.000 Pixeln ein wenig an Auflösung verloren, dafür aber an Beweglichkeit gewonnen: Es kann nun um volle 180 Grad um zwei Achsen gedreht werden. Der elektronische Sucher löst wie beim Vorgängermodell 235.000 Pixel auf. In der silbernen wie der schwarzen Variante ihres Kunststoffgehäuses soll die FZ50 zu einem Preis von rund 680 Euro auf den Markt kommen.

Im vergangenen Jahr waren die DMC-LX1 und ihr weitgehend baugleiches Leica-Pendant D-Lux 2 die ersten Digitalkameras, deren 8-Megapixel-Sensor im Breitwandformat 16:9 aufzeichnen konnte. Ihr Display allerdings hatte das verbreitetere Seitenverhältnis von 4:3 und konnte die schwarzen Balken am oberen und unteren Rand nur zur Anzeige der Belichtungsparameter nutzen. Das Nachfolgemodell DMC-LX2 ist nicht nur mit einem neuen, nunmehr 10,3 Megapixel auflösenden Sensor ausgestattet, sondern endlich auch mit einem an dessen Seitenverhältnis angepassten 2,8-Zoll-Display. Obwohl die Kamera nicht breiter geworden ist, bleibt rechts vom Display noch ausreichend Platz für die Bedienelemente, darunter den mit der LX1 eingeführten Mini-Joystick, der nun eine größere Zahl von Funktionen steuern kann – unter anderem lässt sich damit eines von neun AF-Messfeldern wählen.

Das 4fach-Zoom hat einen besonders ausgeprägten Weitwinkelbereich, der bei Aufnahmen im Seitenverhältnis 16:9 bei umgerechnet 28 Millimetern beginnt; schaltet man mit einem Einstellring am Objektiv auf ein Verhältnis von 3:2 oder 4:3 um, so verlängert sich die Brennweite scheinbar auf 32 beziehungsweise 34 Millimeter. Das Breitwandformat kann man auch im Movie-Modus nutzen und hochauflösende Filme bis zum Format 1280 mal 720 Pixel aufnehmen; die Bildrate ist dann allerdings auf 15 Bilder/Sek. beschränkt. Ab 848 mal 480 Pixel stehen dann auch 30/Bilder/Sek. zur Wahl.

Wie die DMC-FZ50 profitiert auch die LX2 von der neuen Venus Engine III, die bei einem um 20 Prozent verringerten Stromverbrauch die Wirkung des optischen Bildstabilisators verbessert und bis zu 16fach längere Verschlusszeiten bei Aufnahmen aus der Hand erlaubt; seine Rauschunterdrückung macht eine Empfindlichkeitssteigerung bis auf ISO 1600 (ISO 3200 bei reduzierter Auflösung) möglich; wie bei der FZ50 kann die hohe Empfindlichkeit zum Einfrieren bewegter Motive durch kurze Belichtungszeiten genutzt werden. Auch die Ausstattung mit der Software Silkypix Developer Studio 2.0 SE zur Konvertierung von Raw-Bildern entspricht der FZ50. Das 207.000 Pixel auflösende Display ist zwar nicht dreh- und schwenkbar; seine Wiedergabecharakteristik kann aber mit dem High-Angle-Mode auf Knopfdruck so angepasst werden, dass es auch aus einem flachen Winkel – etwa wenn man die Kamera über den Kopf hält, um aus einer erhöhten Perspektive zu fotografieren – noch gut erkennbar ist. Mit einer Ladung des knapp 4,3 Wattstunden speichernden Lithium-Ionen-Akkus sollen bis zu 300 Aufnahmen (gemessen nach CIPA-Standard) möglich sein.

Noch im September wird die DMC-LX2 zu einem Preis von rund 550 Euro im Fotohandel erwartet; eine silberne und eine tiefschwarzen Ausführung ihres Metallgehäuses stehen zur Wahl.

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