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Leica bringt M8.2

Weiterentwicklung der M8

16.09.2008 | cja/mjh

Kein neues Modell, sondern eine Weiterentwicklung der digitalen Messsucherkamera M8 bringt Leica zur Photokina 2008. Die M8.2 weist Leica zufolge Verbesserungen wie Robustheit und intuitives Bedienen auf. Der rote Leica-Punkt wurde bei der schwarzen Version mit verbessertem Oberflächenfinish durch einen diskreteren schwarzen Punkt ersetzt, der bislang nur auf Anfrage beim Kundendienst erhältlich war. Durch eine Vulkanit-Belederung ist das Gehäuse griffiger geworden. Ein neuer Schnappschussmodus soll Anwendern, die ohne Vorkenntnisse fotografieren wollen, den Einstieg erleichtern. Das Monitorglas besteht aus kratzfestem Saphirkristall und ist so laut Hersteller sehr widerstandsfähig gegen Beschädigungen. Außerdem hat Leica den Verschluss überarbeitet; wie das kratzfeste Saphirglas ist der neue Verschluss auch als Upgrade für die M8 verfügbar. Die Vibrationen und Geräusche der M8 sind bei der M8.2 hör- und spürbar verringert worden, worunter allerdings die kürzeste Verschlusszeit leidet, die nun bei 1/4000 statt 1/8000 Sek. liegt; die Synchronzeit beträgt 1/180 Sek. (statt 1/250 Sek. bei der M8). Damit sich neben dem nun gedämpften Verschlussgeräusch nicht der Aufzugsmotor störend bemerkbar macht, kann man den Verschlussaufzug optional so lange verzögern, bis man den Auslöser wieder loslässt. Überarbeitet wurden schließlich auch die Sucherrahmen, die bei der M8 den Bildausschnitt im Nahbereich bei 0,7 Meter anzeigte; bei Aufnahmen von Motiven in größerer Entfernung kam mehr auf das Bild. Die Sucherrahmen der M8.2 hat Leica nun wieder denen der analogen Modelle angeglichen; sie zeigen nun den Bildausschnitt bei einer Entfernung von 2 Metern. Auch die M8 lässt sich auf die neuen Sucherrahmen umrüsten. Auf eine Unterstützung von SDHC-Karten hatte Leica seine Kunden lange warten lassen; die M8.2 kann nun auch mit den größeren Karten umgehen; die M8 wird dafür ein Firmware-Upgrade benötigen. Am CCD mit seinem von einem dünnen IR-Absorptionsfilter nicht gänzlich gebändigten Infrarotempfindlichkeit hat Leica nichts geändert; unter den besonderen Randbedingungen einer Messsucherkamera bleibt nach wie vor nur, IR-Sperrfilter auf das Objektiv zu schrauben, um Farbverfälschungen durch Infrarotlicht zu verhindern.

Die M8 und M8.2 sollen vorerst parallel auf dem Markt zu haben sein. Die M8.2 wird rund 5000 Euro kosten; der Preis für die M8 verringert sich auf rund 4000 Euro.

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