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FinePix S9600

Fujis neues Flaggschiff in der Kompaktklasse läuft im Oktober vom Stapel

24.08.2006 | mjh

Während andere Hersteller im Vorfeld der Photokina ganze Breitseiten von Produktankündigungen abfeuern, setzt Fuji auf einen Spannungsbogen über Wochen verteilter Neuvorstellungen. Nachdem das neue Superzoom-Modell FinePix S6500fd und der F10-Nachfolger FinePix F20 schon bekannt sind und wohl zu Messebeginn auf dem Markt sein werden, bereitet Fuji nun die Ablösung seines bisherigen Spitzenmodells in der Kompaktklasse für den Oktober vor. Die neue FinePix S9600 entspricht in den wichtigsten Kenndaten dem Vorgänger S9500 – geblieben sind das SuperCCD mit 9 Megapixeln und das 10,7fach-Zoom; auch das Gehäuse hat sich nicht wesentlich verändert. Das kippbare Display ist dagegen von 1,8 auf 2,0 Zoll gewachsen und löst nun standesgemäße 235000 Pixel auf – doppelt so viele wie die S9500.

Durch den aus der F30 bekannten Real Photo Prozessor II haben sich die Leistungen der Kamera in vielen Bereichen verbessert. Die maximale Empfindlichkeit liegt zwar unverändert bei ISO 1600, doch dürfte die verbesserte Rauschunterdrückung des neuen Prozessors für eine höhere Bildqualität bei allen ISO-Werten sorgen. Auch im Videomodus sind nach den Erfahrungen mit der F30 Verbesserungen zu erwarten. Der Autofokus soll um 40 Prozent schneller geworden sein und vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen besser arbeiten. Von der mit der F30 eingeführten „intelligenten“ Blitzsteuerung profitiert nun auch die S9600.

Fujis Raw-Konverter HS-V2 liegt erstmals der Kamera bei; diese Software gehörte früher selbst bei der DSLR FinePix S3 Pro nicht zum Lieferumfang. Zu welchem Preis die S9600 im Oktober in den Handel kommen wird, steht noch nicht fest; Fuji wird dies wie üblich erst kurz vor der Markteinführung festlegen.

Mit der Vorstellung der S9600 bekräftigt Fuji seine Position, dass es neben DSLRs der Einsteigerklasse nach wie vor einen Platz für gut ausgestattete Kompaktkameras gibt. Modelle wie die S9600, die bereits angekündigte S6500fd oder auch Panasonics neue DMC-FZ50 haben DSLRs mit vergleichbarer Objektivausstattung die uneingeschränkte Nutzung des Displays als Sucher, einen Movie-Modus, geringere Abmessungen und einen deutlich niedrigeren Preis voraus; aufgrund ihrer effektiven Rauschunterdrückung können Fujis Bridge-Kameras trotz ihrer im Vergleich mit DSLRs viel kleineren Sensoren auch im oberen ISO-Bereich noch recht gut mithalten.

Das Kameraportfolio, mit dem Fuji auf die Photokina geht, ist vermutlich auch nach der Vorstellung der S9600 noch nicht komplett; mit weiteren Produktankündigungen am ersten Messetag ist zu rechnen. Wir vermuten, dass Fuji unter anderem die FinePix S4 Pro als Nachfolger der fast zwei Jahre alten Mittelklasse-DSLR S3 Pro ankündigen wird, die dann im Januar auf den Markt kommen könnte.

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