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Edle Teile

Leica gibt die Preise der S2, ihrer Objektive und Zubehör bekannt

31.07.2009 | mjh

Auf der photokina 2008 hatte Leica das S-System präsentiert, ein digitales Spiegelreflexsystem rund um eine Kamera mit Mittelformatsensor, die von den Abmessungen, dem Gewicht und dem Handling einer Kleinbild-DSLR ähnelt. Während in Köln bereits ein funktionsfähiger Prototyp präsentiert werden konnte und in der Zwischenzeit auch die ersten Ergebnisse eines Studio-Shootings veröffentlicht wurden, sind nach wie vor nur einige Eckdaten der S2 bekannt: Ihr Kodak-CCD im Format 45 mm x 30 mm (und damit an der unteren Grenze des Mittelformats) löst 37,5 Megapixel im Abstand von 6,0 µm auf. Die Belichtung wird durch einen Schlitzverschluss gesteuert, der auf Verschlusszeiten bis 1/4000 Sek. programmiert werden kann. Einige der ebenfalls bereits angekündigten Objektive werden zusätzlich einen Zentralverschluss haben, mit dem man Blitzanlagen mit bis zu 1/500 Sek. synchronisieren kann. Die Serienbildfrequenz wird 1,5 Bilder/Sek. erreichen – kaum bemerkenswert für eine Kleinbild-DSLR, aber schneller als alle aktuellen Mittelformatkameras. Die S2 speichert Bilddaten im JPEG- und DNG-Format; als Raw-Konverter liefert Leica Adobe Lightroom mit. Mit einer ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Zusatzsoftware wird man die Kamera auch aus Lightroom heraus steuern und Bilddateien direkt auf der Festplatte des angeschlossenen Computers speichern können.

Auf weitere technische Daten muss man noch warten, aber seit gestern stehen nun nicht nur die Preise der Systemkomponenten fest, sondern auch der Zeitpunkt ihrer Markteinführung: Ab Oktober soll die S2 mit zunächst zwei Objektiven in den Handel kommen. Für 18.600 Euro wird das S2-Gehäuse angeboten; in der Premium-Variante S2-P für 22.200 Euro ist das Display durch ein kratzfestes Saphirglas geschützt; außerdem sind eine Garantieverlängerung um ein Jahr sowie ein Rabatt auf Reparaturen enthalten, die nicht unter die Garantie fallen. Ebenfalls aufpreispflichtig ist der Platinum-Service, der ein Leihgerät für die Dauer einer Reparatur garantiert. Mit dem Gehäuse werden nach Auskunft von Leica-Händler Martin Meister zunächst das Summarit-S 2,5/70mm ASPH. (3.600 Euro) und das Apo-Tele-Elmar-S 3,5/180mm (5.280 Euro) verfügbar werden, ab November auch in Versionen mit Zentralverschluss für 4.680 beziehungsweise 6.000 Euro. Ebenfalls im November sollen dann das Apo-Macro-Elmarit-S 2,5/120mm (5.280 Euro ohne, 6.000 Euro mit Zentralverschluss) und im Dezember das Summarit-S 2,5/35mm ASPH. (4.200 beziehungsweise 4.920 Euro) folgen. Für mehr Batterielaufzeit und verdoppelte Bedienelemente für Aufnahmen im Hochformat kann ab Januar 2010 ein Multifunktionshandgriff für 990 Euro sorgen.

Obwohl sich das S-System an professionelle Fotografen wendet und für Mittelformatkameras meist Nettopreise genannt werden, sind alle hier genannten Preise Bruttopreise, enthalten also bereits 19 Prozent Umsatzsteuer.

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