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Adobe korrigiert Sigma

Sigma-Objektive sind jetzt kompatibel mit der Korrekturfunktion in Photoshop CS5

15.04.2010 | mjh

Die Entwicklung eines Objektivs beginnt mit einem mathematischen Modells, mit dem sich die Abbildungseigenschaften im Detail voraussagen lassen, lange bevor die erste Linse geschliffen wird. Nachdem mit solchen Modellrechnungen eine Lösung gefunden worden ist, die die widersprüchlichen Anforderungen an Abbildungsqualität, Größe, Gewicht und Produktionskosten so weit wie möglich in Einklang bringt, bleibt immer noch ein Rest unkorrigierter Abbildungsfehler – keine Linsenoptik ist frei davon. Da das mathematische Modell aber auch diese Abbildungsfehler präzise voraussagt, kann man damit Korrekturwerte für eine nachträgliche Korrektur in einem Raw-Konverter berechnen, und die Kombination der optischen Korrektur durch die Objektivrechnung selbst und die digitale Korrektur per Software führt zu besseren Ergebnissen als eine optische Korrektur allein.

Damit sich eine solche digitale Korrektur anwenden lässt, muss der Hersteller des Raw-Konverter die Eigenschaften der Objektive kennen, was üblicherweise nur für die Raw-Konverter der Kamerahersteller und dessen Objektive gilt. Sigma, einer der wichtigsten Hersteller von Wechselobjektiven für die meisten Kameramarken, kooperiert nun mit Adobe, deren neue Photoshop-Version über eine Objektivkorrekturfunktion verfügt.

Photoshop CS5 kennt die nötigen Korrekturwerte (für Verzeichnung, chromatische Aberration und Vignettierung) aller aktuellen Sigma Objektive und kann die Aufnahmen automatisch korrigieren, wenn der Filter „Objektiv-Korrektur“ ausgewählt ist. Die Kompensationswerte können auch noch nach der Bearbeitung angepasst oder zurückgesetzt werden.

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