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HDR mit Feingefühl

Nik Software stellt HDR Efex Pro vor

30.08.2010 | mjh

Die Technik, aus einer Reihe unterschiedlich belichteter Aufnahmen desselben Motivs ein Bild mit vergrößertem Dynamikumfang zu berechnen, ist seit Jahren bekannt. So bekannt, dass man sich an allzu extremen Beispielen dieser High-Dynamic-Range-Fotos langsam sattgesehen hat – der Effekt nutzt sich ab. Die HDR-Technik ist gleichwohl ein unverzichtbares Hilfsmittel, um extreme Kontraste zu bewältigen, etwa zwischen den unterschiedlich ausgeleuchteten Innen- und Außenräumen. Man darf es nur nicht übertreiben: Das beste HDR-Bild ist eines, das beeindruckt, ohne dass es gleich als HDR-Bild erkennbar wäre.

Nik Software bringt im Herbst seine Software HDR Efex Pro auf den Markt, die sich als Plug-in in den Arbeitsablauf von Adobes Photoshop (CS3 bis CS5) und Lightroom (2.3 oder neuer) sowie Apples Aperture (2.1 oder neuer) einklinkt. HDR-Bilder entstehen in mehreren Schritten: Zunächst werden die als Grundlage dienenden Bilder in der Wirtsanwendung auswählt und an HDR Efex Pro übergeben. Dort werden sie zunächst zur Deckung gebracht (was bei Aufnahmen vom Stativ naturgemäß einfacher als bei solchen aus der Hand ist) und zu einem Bild mit hohem Kontrastumfang verrechnet. Das Resultat wirkt dann allerdings noch flau, und um ein Bild mit ansprechendem Kontrast daraus zu machen, muss man ein Tone-Mapping darauf anwenden, das die Tonwerte in unterschiedlichen Bildbereichen individuell anpasst. HDR Efex Pro bietet dazu eine Reihe von Presets an, die sich mit Reglern für Kontrast, Schatten, Struktur und Sättigung justieren lassen. Um das Bildergebnis noch feiner zu steuern kann man Einstellpunkte mit frei wählbarem Radius in das Bild setzen, mit denen man die Parameter in einzelnen Bildteilen und für Flächen ähnlicher Farbe unabhängig voneinander einstellen kann. Zu den besonderen Features HDR Efex Pro zählt auch die Unterdrückung von Geisterbildern, die entstehen, wenn sich die Motive innerhalb der Belichtungsreihe bewegen; die Software kann solche Bildregionen identifizieren und sorgt für scharfe Bilder ohne Doppelkonturen.

Nik Softwares Lösung für HDR-Bilder unterstützt auch die 64-Bit-Verarbeitung, sofern die Prozessoren und Betriebssysteme (Windows oder Mac OS X) das erlauben, und kann auch mehrere Prozessorkerne sinnvoll nutzen. Im Einzelverkauf soll HDR Efex Pro rund 160 Euro kosten – ein hoher Preis, der sich für Besitzer der Complete Collection desselben Herstellers ermäßigt, die nur rund 80 Euro zahlen (wer die Softwarekollektion nach dem 25. August 2010 erworben hat, erhält die HDR-Erweiterung kostenlos).

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