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E wie Einladung

Sony öffnet das E-Bajonett für Drittanbieter

08.02.2011 | mjh

Viele Hersteller von Systemkameras mit oder ohne Spiegel machen aus der exakten Spezifikation ihrer Objektivanschlüsse ein Geheimnis. Objektivhersteller, die Wechselobjektive für solche Systeme anbieten wollen, müssen die Eigenheiten der Anschlüsse durch Reverse Engineering herausfinden und laufen dabei Gefahr, dass sich eine neue Kamera als inkompatibel erweist und erneute Anpassungen der Objektive erfordert. Sony dagegen kündigte heute an, den grundlegenden Teil der Spezifikation des E-Bajonetts kostenlos offenzulegen, also den Objektivanschluss der NEX-Modelle. Als Termin der Freigabe gab Sony den 1. April an, weshalb diese Ankündigung aber keineswegs ein Aprilscherz ist. Für Sony macht die Offenlegung durchaus Sinn: Zu dem noch recht neuen NEX-System gibt es erst drei Objektive, zwei Standardzooms mit kleinem (18–55 mm) und großem (18–200 mm) Zoombereich und ein 16-mm-Weitwinkel in der beliebten Pfannkuchenbauform. Eine Erweiterung der Möglichkeiten durch Drittanbieter würde das gesamte Kamerasystem attraktiver machen, während Sony angesichts seines relativ kleinen Sortiments derzeit kaum Umsatzverluste im lukrativen Objektivmarkt zu befürchten hätte.

In seiner Pressemeldung konnte Sony bereits vier Hersteller nennen, die Interesse an einer Unterstützung des E-Bajonetts bekannt haben. Dies sind Carl Zeiss, Cosina, Sigma und Tamron. Cosina ist bereits im Micro-FourThirds-System engagiert und auch Carl Zeiss gab gerade bekannt, seine Video-Objektive auch mit MFT-Anschluss anzubieten; Sigma, schon länger bei FourThirds aktiv, weitet sein Engagement jetzt ebenfalls auf MFT aus. Für Tamron markiert das Interesse am NEX-System den ersten Schritt außerhalb des Spiegelreflexmarktes.

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