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Warum grün?

Eine Aktion für die Meinungsfreiheit im Iran

11.02.2011 | mjh

Man kann sich daran gewöhnen, seine Meinung auf einer Website oder in anderen Medien frei äußern zu können, ohne staatliche Repression befürchten zu müssen. Aber in großen Teilen der Welt haben Journalisten und Künstler diese beruhigende Gewissheit nicht und versuchen dennoch unerschrocken, ihre Arbeit zu tun. Im Iran sind die Filmemacher Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof jüngst zu drakonischen Strafen verurteilt worden – nicht nur zu je sechs Jahren Haft, sondern darüber hinaus zu einem zwanzigjährigen Berufs-, Reise- und Interviewverbot. Und das nicht etwa dafür, einen dem Teheraner Regime unbotmäßig erscheinenden Film gedreht zu haben, sondern auf den bloßen Verdacht hin, ihr aktuelles Filmprojekt könnte missfallen.

Jafar Panahi sollte heute seinen Platz in der Jury der Berlinale einnehmen; sein Stuhl blieb leer. Aus Protest gegen die Beschneidung der Meinungsfreiheit und der Missachtung der Menschenrechte im Iran – in den vergangenen Wochen entledigte sich das Regime in einer wahren Hinrichtungswelle nach Willkürurteilen einer großen Zahl seiner tatsächlichen oder vermeintlichen Gegner – färben wir unsere Website für einen Tag grün ein, denn Grün ist die Farbe der iranischen Systemkritiker.

Wenn Sie sich für die Verteidigung der Meinungsfreiheit im Iran engagieren wollen, finden Sie auf der Website der taz weitere Informationen und eine Petition mit dem Ziel der Aufhebung der Urteile gegen Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof, die schon mehr als Tausend Menschen unterzeichnet haben: Gedankenfreiheit im Iran.

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