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Leica Elmarit-S 1:2,8/30mm ASPH

Leica erweitert Objektivpalette für die S2

21.12.2011 | cja

Leica hat für die Mittelfomatkamera S2 ein neues Objektiv veröffentlicht. Das Leica Elmarit-S 1:2,8/30mm ASPH ist ab Dezember 2012 im Fachhandel erhältlich und bietet mit der umgerechneten Brennweite von 24 Millimeter dem Unternehmen nach einen großen Bildwinkel und mit dem Blendenbereich von 2,8 bis 22 eine hohe Lichtstärke, sodass sich die Linsengruppe besonders für Innen-, Architektur- und Landschaftsaufnahmen eignet. Die kürzeste Entfernung ist 50 Zentimeter, um ein Objekt scharf abzulichten. Das 1060 Gramm schwere Objektiv misst beim Durchmesser 88 Millimeter und ist 128 Millimeter lang. Es bietet ein Innengewinde für E82-Filter, wobei die Filterfassung nicht rotiert.

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Neue Firmware für die S2

Leica bringt Version FW 1.0.2.0 heraus

20.12.2011 | cja

Die Leica Camera AG hat für das Mittelformatsystem S2 eine Aktualisierung der Firmware veröffentlicht. Mit der Version FW 1.0.2.0 will das Unternehmen aus Solms die S2 für das im Dezember 2011 kommende Weitwinkelobjektiv Leica Elmarit-S 1:2,8/30mm ASPH fit machen. Das Update wird von Leica allen Kunden empfohlen.

Das Firmware sowie dessen Installationsanleitung stehen für registrierte S-Kunden im Kundenbereich der Leica-Website zum Download bereit

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Wie die LX5, so die D-Lux 5

Auch Leicas Variante bekommt eine neue Firmware

18.12.2011 | mjh

Besitzer der Leica D-Lux 5 hatten schon damit gerechnet, dass nach Panasonics großem Update des Schwestermodells Lumix DMC-LX5 auch ihre Kamera vergleichbar aufgewertet werden würde. Inzwischen ist die neue Firmware verfügbar und diese Version 2.0 bringt folgende Veränderungen:

  • Die D-Lux 5 beherrscht nun auch den beliebten Miniatureffekt, der durch Simulation einer extrem geringen Schärfentiefe den Eindruck erwähnt, man hätte statt normal großer Motive ein verkleinertes Modell fotografiert. Die Lage der Schärfenzone und die Stärke des Effekts sind einstellbar. Die Miniatureffekt funktioniert auch mit Videoaufnahmen (ohne Ton); dabei wird die Geschwindigkeit um den Faktor 10 beschleunigt.
  • Im manuellen Modus kann nun bis zu 250 Sek. belichtet werden. Über die bislang schon möglichen 60 Sek. hinaus kann man Belichtungszeiten von 80, 100, 125, 160, 200 und 250 Sek. wählen.
  • Die Helligkeit und Farbcharakteristik des optionalen elektronischen Suchers und des Displays können getrennt eingestellt werden.
  • Für hohe ISO-Werte zwischen 1600 und 3200 kann eine spezielle Rauschunterdrückung („H-ISO Rauschr.“) zugeschaltet werden.
  • Im Moviemodus kann ein „Aktiv-Betrieb“ aktiviert werden, in dem zusätzlich zum optischen Bildstabilisator ein elektronischer Bildstabilisator zugeschaltet wird, um für einen ruhigen Bildstand zu sorgen – etwa wenn man im Gehen filmt und sich die Kamera daher besonders stark bewegt.
  • Wenn man das AF-Messfeld verschiebt, bleibt diese Einstellung nun auch nach Ausschalten der Kamera gespeichert.
  • Die Messwertspeicherung (Fokussierung und Belichtung) durch Drücken des Auslösers bis zum ersten Druckpunkt wurde verbessert. Wenn man den Auslöser ganz durchdrückt, um ein Bild aufzunehmen, und danach zum ersten Druckpunkt zurückkehrt, bleiben Fokus und Belichtung gespeichert, sodass man mit derselben Einstellung weitere Aufnahmen machen kann.
  • Wenn man bei manueller Fokussierung den Autofokus per Tastendruck aktiviert hat, kann man den Fokus nun auf einfachere Weise (mit den Richtungstasten oder dem rückwärtigen Rändelrad) fein justieren.

Die neue Firmware kann von Leicas Website heruntergeladen und auf die übliche Weise selbst installiert werden.

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Noch sicherer speichern

Ein weiteres Update für Leicas M9

06.12.2011 | mjh

Anfang November hatte Leica nach einem längeren Beta-Test die Firmware-Version 1.174 veröffentlicht, die eine Inkompatibilität mit vielen neueren SDHC-Karten größerer Kapazität beseitigte. Von den SanDisk-Typen Extreme Pro SDHC UHS-1 und Extreme HD Video SDHC I riet Leica aber ab, da es mit diesen Karten auch im Beta-test noch zu Problemen gekommen war. Nach Rücksprache mit den Kartenhersteller hat sich nun allerdings herausgestellt, dass die Ursache des Problems auf Seiten der Kamera und nicht auf der der Speicherkarten lag, und eine neue Firmware-Version soll nun endgültig Abhilfe schaffen. Laut Leicas Angaben beseitigt die Installation der Version 1.176 einen Fehler, der bei der Initialisierung der Karten auftreten konnte; damit soll die M9 nun mit allen der Spezifikation genügenden SD- und SDHC-Karten kompatibel sein, auch wenn Leica nicht alle auf dem Markt befindlichen Karten (allerdings alle Karten von SanDisk) testen konnte.

Das Update kann von Leicas Website heruntergeladen und selbst installiert werden; dabei kann sich die Kamera auf die Werkseinstellungen zurückstellen, tut das aber offenbar nicht in allen Fällen. Sicherheitshalber sollte man eine Speicherkarte mit aktuellen Aufnahmen vorrätig halten, damit die Kamera die Bildnummerierung nach dem Update an derselben Stelle fortsetzt. Nach der Installation der Version 1.174 fiel vielen M9-Besitzern auf, dass die Bilddaten nunmehr langsamer gespeichert wurden – wohl ein Zugeständnis an die verbesserte Kompatibilität. Die ersten Berichte über Ergebnisse mit der neuen Firmware sind widersprüchlich, aber manches deutet darauf hin, dass die Kamera wieder ein wenig schneller geworden wäre.

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Sicher speichern

Ein Update für die Leica M9 beseitigt Inkompatibilitäten

09.11.2011 | mjh

Bei der Entwicklung der neuen Firmware-Version 1.174 für die M9 ist Leica einen neuen Weg gegangen. Nachdem sich Berichte über Probleme mit bestimmten neueren Speicherkarten häuften, die auch zu Bildverlusten führen konnten, rief Leica über das L-Camera Forum dazu auf, positive wie negative Erfahrungen mit Speicherkarten zu melden. Aufgrund dieser Daten gelang es den Firmware-Entwicklern, eine fehlerbereinigte Version zu entwickeln, die dann wiederum von Forumsmitgliedern als Betatestern auf die Probe gestellt wurde.

Leica empfiehlt generell die Verwendung von SD- und SDHC-Karten des Herstellers SanDisk, rät aber, auch nach Installation der neuen Firmware-Version die Karten SanDisk Extreme Pro SDHC UHS-1 und Extreme HD Video SDHC I zu meiden, da sich damit weiterhin vereinzelte Probleme zeigten.

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Leicas S-System und seine Objektive

digicam-experts.de in print

03.11.2011 | mjh

Drei Cover stehen zur Wahl

Leicas S-System, bestehend aus der Mittelformat-DSLR S2 und aktuell fünf Objektiven, ist jetzt ein eigenes Magazin gewidmet. Das S-Magazin erscheint zweimal pro Jahr im Verlag LFI Photographie GmbH und ist wahlweise auf deutsch oder englisch erhältlich. Die erste Ausgabe (1/2011) des S-Magazin bringt Portfolios der Fotografen Manuel Pandalis, Joachim Baldauf und Straulino sowie technische Artikel zu den Objektiven des S-Systems im Allgemeinen und dem neuen Elmarit-S 30 mm im Besonderen. Michael J. Hußmann beschreibt, welchen Ansprüchen die Entwicklung und Fertigung der S-System-Objektive entsprechen musste und wie Leicas Objektiv-Entwickler diese umsetzten: Die Objektiventwicklung ist ein Wettkampf mit mehreren Disziplinen und vielen Gelegenheiten, zu scheitern oder sich auszuzeichnen.

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Unvergessen

Auch Leicas M8 bekommt eine neue Firmware-Version

22.06.2011 | mjh

Manche hatten schon geunkt, Leica würde die Firmware der mittlerweile fast fünf Jahre alten M8 (sowie der etwas jüngeren M8.2) nicht mehr aktualisieren, aber zumindest die Einführung neuer Objektive wie des gestern vorgestellten Super-Elmar-M 1:3,4/21mm macht solche Updates auch weiterhin nötig. Die neue Version 2.014 bringt außerdem „interne Prozessoptimierungen“ mit sich, über die sich naturgemäß nicht viel sagen lässt – wie die beliebten Systemstabilisierungen fallen sie in die Kategorie „Nicht fragen – installieren!“ Nun denn: Zu diesem Zwecke muss man die Firmware von Leicas Website herunterladen, das Zip-Archiv zunächst entpacken, falls es der Browser nicht selbsttätig entpackt hat, und die Datei m8-2_014.upd dann auf eine Speicherkarte kopieren. Die Datei muss auf der obersten Ebene liegen, also nicht in einem Ordner. Wenn man die Karte dann in die Kamera steckt und diese anschaltet, sollte eine Frage auf dem Display erscheinen, ob man die Firmware aktualisieren möchte. Nach mindestens 3 Sekunden kann man diese Frage bejahen und dem Fortschritt des Updates zusehen, was etwa drei Minuten in Anspruch nimmt. Danach muss man die Kamera aus- und wieder einschalten.

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Weg mit der italienischen Flagge!

Eine neue Firmware für die Leica M9

15.06.2011 | mjh

In Bildern der Leica M9 konnte man beim Einsatz von Weitwinkelobjektiven manchmal ungleichmäßige Farbverschiebungen zu den Rändern hin entdecken. Dieses auch von Mittelformatkameras vertraute Phänomen ist als „Italian Flag Syndrome“ bekannt, auch wenn die Farben nicht wirklich dem Grün-Weiß-Rot von Il Tricolore entsprechen. Über die möglichen Ursachen dieses Phänomens wurde viel diskutiert; als unstrittig gilt nur, dass der Effekt vom Einfallswinkel des Lichts auf dem Sensor abhängt und auf irgendeine Weise von dessen Aufbau verursacht wird. Leica verspricht nun, mit der neuen Firmware-Version 1.162 die Sensorhomogenität speziell im Weitwinkelbereich zu verbessern. Für alle Weitwinkelobjektive – ob sich dies nur auf Leicas Produkte oder auch solche von Drittanbietern bezieht, ist nicht ganz klar – hat Leica eine zusätzliche Farbkalibrierung entwickelt, die Farbverschiebungen zum Bildrand hin minimiert. Die italienische Flagge wird also eingeholt, wenn man die Firmware aktualisiert.

Neben dieser lang erwarteten Verbesserung bringt die neue Firmware auch die bei allen Herstellern beliebte Verbesserung der „allgemeinen Systemstabilität“ durch eine Optimierung der internen Softwareprozesse. Sicher eine gute Sache, was immer man sich darunter genau vorstellen mag.

Schließlich hat Leica das Firmware-Update genutzt, um Fehler im italienischen Menü zu korrigieren. Na bitte!

Die neue Firmware kann von Leicas Website heruntergeladen und selbst installiert werden; zweckmäßigerweise nutzt man einen Kartenleser, um die Firmware-Datei auf eine Speicherkarte zu kopieren.

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Eine Frage der Qualität

digicam-experts.de in print

12.05.2011 | mjh

Es gibt sie noch, die guten Dinge, aber warum sind sie immer so teuer? Leicas Objektive zum Beispiel, deren Preis schon einmal 8000 Euro erreichen kann und die dennoch so begehrt sind, dass Leica Mühe hat, die Nachfrage zu befriedigen. Was hindert Leica eigentlich, seine Objektive in einer Massenproduktion herzustellen, die gleichzeitig niedrigere Preise ermöglichen würde und diese Produkte in die Reichweite weniger begüterter Fotografen bringen würde? Mit dieser Frage setzt sich Michael J. Hußmann in der Ausgabe 4/2011 (Mai/Juni) der Leica Fotografie International auseinander. Der Artikel „Eine Frage der Qualität“ beschreibt die Kostenfaktoren in Leicas Objektivproduktion und analysiert das Potential von Skaleneffekten aufgrund einer Vergrößerung der produzierten Stückzahlen. Die LFI 4/2011 ist spätestens ab dem 17. Mai im gutsortierten Zeitschriftenhandel zu finden; Abonnenten sollten sie bereits in Händen halten.

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Leica X1 runderneuert

Das erste Firmware-Update lässt die Versionsnummer auf 2.0 springen

29.03.2011 | mjh

Lange und sehnsüchtig hatten Besitzer einer Leica X1 auf das erste Firmware-Update gewartet. Es gab zwar keine größeren Bugs zu beseitigen, aber viele Details schienen verbesserungswürdig und die Geschwindigkeit des Autofokus ließ zu wünschen übrig.

Wie schon länger für den März angekündigt kommt nun eine neue Firmware heraus, deren Versionsnummer 2.0 schon signalisiert, dass sich einiges getan hat. Verbessert wurden die folgenden Punkte:

  • Die Bildqualität wurde verbessert.
  • Der Autofokus wurde beschleunigt, was sich insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen und kontrastarmen Motiven zeigen soll.
  • Im manuellen Fokussiermodus blendet die Kamera stets voll auf; durch die so verringerte Schärfentiefe kann man den Punkt maximaler Schärfe im Displaybild besser erkennen.
  • Die Geschwindigkeit, mit der man manuell fokussiert, hängt nun von der Geschwindigkeit ab, mit der man das Einstellrad dreht: Eine schnellere Drehung steigert gewissermaßen die Übersetzung; man kann also mit einer schnellen Drehung grob fokussieren und die Scharfeinstellung dann mit einer langsamen Drehung fein justieren.
  • Bei manueller Fokussierung wird neben der eingestellten Entfernung auch der Schärfentiefenbereich im Display angezeigt; die Entfernungsskale ist nun feiner unterteilt.
  • Mit der Delete/Focus-Taste kann eine Entfernungseinstellung gespeichert werden.
  • Eine manuelle Entfernungseinstellung bleibt nach dem Ausschalten der Kamera gespeichert.
  • Im Auto-ISO-Modus zeigt die Kamera den automatisch gewählten ISO-Wert an, wenn man den Auslöser halb durchdrückt.
  • Die Bildfolgezeit wurde verkürzt.
  • Im Menü für die automatische Abschaltung bei Nichtgebrauch wurde „1 Minute“ als Option hinzugefügt.

Die neue Firmware kann man von Leicas Website herunterladen und selbst installieren.

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M9 mit extra viel wach

Eine neue Firmware für Leicas Messsucherkamera hilft gegen das automatische Abschalten

06.08.2010 | mjh

Mit dem Update der Leica M9 auf Version 1.116 im März dieses Jahres hatte sich leider auch ein Fehler in die Firmware eingeschlichen, der zum vorzeitigen automatischen Abschalten der Kamera führen konnte. Die neue Firmware-Version 1.138 stellt nicht nur diesen Fehler ab, sondern bringt noch weitere Verbesserungen und Fehlerbereinigungen:

  • Der automatische Weißabgleich kommt jetzt mit Glühlampen und Energiesparlampen besser zurecht.
  • Die Kompatibilität mit verschiedenen Typen von SDHC-Karten wurde verbessert, wobei Leicas besondere Empfehlung der SanDisk Extreme III gilt.
  • Ein Fehler beim Speichern von Anwenderprofilen wurde behoben; beim Wechsel der Programmspeicherplätze konnte es zu Störungen kommen.
  • Ein Fehler im amerikanischen Zeitformat wurde beseitigt.
  • Im Energiesparmodus schaltet sich die Kamera nicht mehr vorzeitig ab. Wenn man mit der Option „Auto Power Off“ ausgewählt hatte, dass sich die Kamera nach einer gewissen Zeit der Nichtbenutzung automatisch abschalten sollte, konnte dies seit der Firmware-Version 1.116 auch passieren, während man im Wiedergabemodus Bilder betrachtete oder Einstellungen im Menü vornahm. Nach dem Update schaltet sich die Kamera nun erst dann ab, wenn die eingestellte Zeit seit dem letzten Tastendruck vergangen ist.

Die neue Firmware kann von Leicas Website heruntergeladen und selbst installiert werden; eine deutschsprachige Anleitung ist verfügbar. Zur Installation muss man die Firmware mit einem Kartenleser auf eine SD-Karte kopieren um damit die Kamera zu aktualisieren. Verschiedentlich wurde von Anwendern berichtet, dass das Update, ähnlich wie das jüngste Update für die Leica M8, bereits definierte Profile löscht und die Kamera auf die Werkseinstellungen zurücksetzt.

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Endlich läuft sie rund

Eine neue Firmware behebt das „Shutter fault“ Problem der Leica M8 und M8.2

08.07.2010 | mjh

Für die fast vier Jahre alte Messsucherkamera M8 hatte Leica bereits eine Reihe von Firmware-Updates herausgebracht, die fast alle wesentlichen Probleme dieses Modells behoben, darunter beispielsweise den ursprünglich unzuverlässigen automatischen Weißabgleich. Ein Fehler allerdings hatte sich bislang allen Bemühungen widersetzt: Wenn man Bilder in schneller Folge aufnahm, sei es im Einzelbild- oder Serienbildmodus, konnte die elektronische Verschlusssteuerung aus dem Tritt geraten, woraufhin die Kamera mit der Fehlermeldung „Shutter fault“ den Betrieb einstellte. Auch das etwas neuere Modell M8.2 aus dem Jahre 2008 war davon betroffen. Insbesondere die Kombination des Serienbildmodus mit dem „diskreten“ Modus konnte diesen Fehler provozieren: Im diskreten Modus wird der Verschluss nach dem Auslösen nicht sofort wieder gespannt, sondern erst nach dem Loslassen des Auslösers – damit hat der Fotograf die Chance, die Kamera zur Geräuschdämpfung beispielsweise in eine Tasche oder unter die Jacke zu stecken, was eine fast lautlose Fotografie ermöglicht. Die Kombination dieses Modus mit der Serienbildfunktion macht natürlich keinen Sinn, aber wenn man sie dennoch wählte, versuchte die Kamera den widerstreitenden Anforderungen gerecht zu werden und konnte sich dabei rettungslos verheddern.

Die heute veröffentlichte Firmware-Version 2.005 behebt nun dieses Problem, bei der M8 ebenso wie bei der M8.2. Leica weist vorsichtshalber darauf hin, dass die Installation dieser Firmware auf einer M8.2 oder einer M8 mit dem neuen, auf 1/4000 Sek. begrenzten Verschluss ein späteres Downgrade auf eine ältere Firmware-Version unmöglich macht. Außerdem werden beim Update alle zuvor gespeicherten Benutzerprofile gelöscht und müssen gegebenenfalls neu eingestellt werden.

Die neue Firmware kann von Leicas Website heruntergeladen und selbst installiert werden. Da die Kamera über ihre USB-Schnittstelle nur PTP, nicht aber den Massenspeichermodus unterstützt, benutzt man zweckmäßigerweise einen Kartenleser, um die Firmwaredatei auf eine Speicherkarte zu kopieren, von der aus die Firmware dann in der Kamera installiert werden kann.

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Schau an, ein neues Summilux-M 35 mm!

Für niemanden überraschend kündigt Leica eine modernisierte Version seines Klassikers an

17.05.2010 | mjh

Alle redeten schon lange davon, nur Leica hatte sich bislang eisern dazu ausgeschwiegen: Das Summilux-M 1:1,4/35 mm Asph. stand zur Modernisierung an. Heute ließ Leica die Katze aus dem längst fadenscheinigen Sack und beseitigte letzte Zweifel – etwa über den Preis, der bei 3750 Euro liegen soll, wenn das Objektiv Ende Juni in den Handel kommt – da die Nachfrage vermutlich zunächst das Angebot übersteigen wird, sind Vorbestellungen ratsam. Neu gegenüber der früheren Version ist vor allem ein aus den fünf Linsen hinter der Blende (darunter einer Asphäre) gebildetes „floating element“, also eine Linsengruppe, die sich zur Fokussierung gegenüber der vorderen Linsengruppe bewegt. Die neue Rechnung soll vor allem die Abbildungseigenschaften im Nahbereich verbessern. Verschiedentlich kolportiert aber von Leica noch nicht offiziell bestätigt ist die Aussage, das neue Summilux würde auch die beim Vorgänger zu beobachtende Blendendifferenz weitgehend beseitigen, also die Verschiebung des optimalen Fokus beim Abblenden. Diese Eigenheit blieb lange unproblematisch, verlangte aber angesichts der gestiegenen Schärfeanforderungen der digitalen Modelle M8 und M9 nach einer Korrektur. Ein erster Test von Erwin Puts kommt zu dem Ergebnis, dass Leica die Fokusverschiebung beim neuen Summilux tatsächlich sehr deutlich verringern konnte und diese nunmehr unproblematisch sein sollte; siehe Leica Summilux-M 1.4/35mm ASPH. FLE, part 1 (May 17, 2010).

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S2.1

Leica aktualisiert seine Mittelformat-DSLR

22.04.2010 | mjh

Manche Verbesserungsmöglichkeit entdecken die Hersteller erst, nachdem das Produkt bereits im Handel ist, aber schließlich gibt es Firmware-Updates, um gute Idee auch noch nachträglich noch verwirklichen zu können. Zu den Neuerungen der Firmware 1.0.0.16 gehören:

  • Die Weißabgleichsvoreinstellungen sind um einen Preset für die besonders farbneutralen HMI-Lampen erweitert worden.
  • Die Abblendtaste kann nun individuell belegt werden.
  • Die Einstellräder für Blende und Verschlusszeit können gegen ein unabsichtliches Verstellen gesperrt werden.
  • Die Bildwiedergabe wurde intuitiver gestaltet.
  • Die überarbeitete Bildanzeige des Kameradisplays erlaubt eine verbesserte Kontrolle der Aufnahmen.
  • Probleme mit nicht in der S2 formatierten Speicherkarten sollen der Vergangenheit angehören.
  • Die Qualität der in der Kamera erzeugten JPEG-Bilder wurde verbessert.
  • Die Objektive Summarit-S 1:2,5/35 mm Asph. und Apo-Macro-Summarit-S 1:2,5/120 mm werden unterstützt.

Um die neue Firmware von Leicas Website herunterzuladen müssen sich Besitzer einer S2 zunächst im Kundenbereich anmelden.

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Leicas Käferjagd

Für die digitale Messsucherkamera M9 gibt es eine neue Firmware

16.03.2010 | mjh

Das langerwartete Firmware-Update für Leicas M9 ist fertig und bringt neben Fehlerbereinigungen auch Funktionsverbesserungen; einige Kamerafunktionen sind zudem schneller geworden. Das Problem des roten Farbstichs an den Bildrändern und Ecken, das mit einigen Weitwinkelobjektiven auftrat, ist für fünf Leica-Objektive zumindest teilweise gelöst. Insgesamt bringt das Update auf die Firmware-Version 1.116 folgende Veränderungen:

  • Das Hineinzoomen in das zuletzt aufgenommene Bild wurde beschleunigt.
  • Die Bildqualität im Wiedergabemodus wurde verbessert.
  • Speicherkarten können sehr viel schneller (in wenigen Sekunden) formatiert werden.
  • Die SD-Karten-Kompatibilität wurde verbessert.
  • In Verbindung mit folgenden Objektiven wurde ein Magenta-Farbstich in der linken Bildhälfte reduziert: M 3.8/18mm ASPH., M 2.8/21mm ASPH., M 3.8/24mm ASPH, M 2.0/28mm ASPH. und M 2.8/28mm ASPH.
  • Eine neue ISO-abhängige Vignettierungskorrektur hellt Randabschattungen bei höheren ISO-Wert weniger stark auf als bei niedrigen Empfindlichkeiten, um einen sichtbaren Anstieg des Rauschens in den korrigierten Bildbereichen zu vermeiden.
  • Die Übertragung großer Datenmengen im USB-Massenspeicher-Modus gelingt nun auch bei Verwendung eines Computers unter Mac OS X.
  • Die Sensorreinigungsfunktion lässt sich auch bei einer Batteriekapazität unter 50 Prozent nutzen.
  • „Alle Bilder löschen“ funktioniert nun auch, wenn ein Bild gerade vergrößert dargestellt wird oder sich auf der Speicherkarte fremde, nicht mit der M9 aufgenommene Bilder befinden.
  • Das Abbrechen einer Langzeitbelichtung durch Ausschalten der Kamera (etwa weil man versehentlich mit aufgesetztem Objektivdeckel ausgelöst hat) ist wieder problemlos möglich.
  • In der Einstellung „Warmton-Schwarzweiß“ kann man die Bilder jetzt vergrößert betrachten.
  • In den EXIF-Daten wird jetzt für die folgenden Objektive die korrekte Lichtstärke gespeichert: M 1.4/35mm, M 0.95/50mm ASPH, M 1.2/50mm, M 3.4/135mm APO und M 4/135mm.
  • Korrekturen der Rechtschreibung in den englischen, japanischen und chinesischen Menüs.
  • Weitere kleinere Korrekturen und Funktionsverbesserungen

Aus den Diskussionen im L-Camera Forum ergaben sich allerdings auch Hinweise auf einen kleinen Fehler dieser Firmware-Version: Zumindest wenn man eine andere Display-Helligkeitseinstellung als „Standard“ gewählt hat, schaltet die Kamera das Display auch dann nach der eingestellten Zeit automatisch ab, wenn man in dieser Zeit irgendwelche Tasten drückt. Weiterhin gibt es Anwenderberichte, nach denen sich Verbesserungen wie eine höhere Schärfe vergrößerter Bilder im Wiedergabemodus erst nach einem Reset der Kamera zeigen.

Das Firmware-Update steht samt einer deutschsprachigen Anleitung zum Download auf Leicas Website bereit.

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Leica zieht nach

Eine neue Firmware für die D-Lux 4

18.12.2009 | mjh

Für die Leica D-Lux4, das Pendant zu Panasonics Lumix DMC-LX3, ist eine neue Firmware-Version 2.2 verfügbar, die eine ungewohnt große Zahl von Verbesserungen und Erweiterungen bringt. Zwei Monate nachdem Panasonics Firmware-Entwickler der LX3 ähnliche Verbesserungen spendiert hatten ist nun auch die neue Firmware für die D-Lux 4 fertig, die folgende Punkte umfasst:

  • Verbesserung des automatischen Weißabgleichs
  • Verbesserung des Autofokus
  • Seitenverhältnis von 1:1 für Aufnahmen wählbar (dieses Seitenverhältnis entsteht durch Beschnitt des 4:3-Formats und ist auch im Raw-Modus verfügbar, wobei noch nicht alle Raw-Konverter damit umgehen können)
  • Neue Funktion: Weißabgleichs-Belichtungsreihen
  • Neues Motivprogramm: Hohe Dynamik
  • Neue Funktion im Setup-Menü: OBJ-FORTSETZEN speichert die zuletzt gewählte Brennweite und/oder manuelle Entfernungseinstellung des Objektivs
  • Neue Funktion im Setup-Menü: MENÜ FORTSETZEN merkt sich die zuletzt geänderte Menüeinstellung und öffnet das Menü beim nächsten Aufruf an dieser Stelle
  • Der Bereich für Belichtungskorrektur und Belichtungsreihen wird auf ±3 EV erweitert
  • Die Position der Linien im Aufnahme-Raster ist nun frei wählbar
  • Neue Funktion bei Wiedergabe: Markierung der Spitzlichter
  • Der Benutzername kann im Bild abgespeichert werden
  • Die Funktion der digitalen Rote-Augen-Reduzierung wurde verbessert
  • Die in den benutzerdefinierten Modi gespeicherten Einstellungen wurden angepasst.
  • Verbesserung des automatischen Weißabgleichs im Szene-Menü „Sonnenuntergang“
  • Verbesserung der Funktion beim Einschalten mit aufgesetztem Objektivdeckel
  • Verbesserung der Bedienung für die Funktion MF-Lupe
  • Verbesserung der Anzeige in manueller Belichtungssteuerung

Die neue Firmware und eine Ergänzung des Handbuchs steht auf Leicas Website zum Download bereit. Zum Kopieren der Firmware auf eine SD- oder SDHC-Karte verwendet man zweckmäßigerweise einen USB-Kartenleser, da die D-Lux 4 nur das PTP-Protokoll unterstützt.

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Firmware-Aktualisierung für die M9

Leica veröffentlicht Version 1.002

10.09.2009 | cja

An die allerersten Käufer der Leica M9 richtet sich die Firmware-Aktualisierung 1.002. Der Kamerahersteller gibt zu den Änderungen keine Auskunft, die mit der neuen Firmware aufgespielt werden. Lediglich eine Anleitung für die Durchführung der 4,1 MByte großen Aktualisierung lässt sich via Internet aufrufen.

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Hy6 am Ende

Jenoptik/Sinar steigt aus dem Mittelformatgeschäft aus

01.08.2009 | mjh

Auf der photokina 2006 hatte die Allianz aus dem ideellen Rollei-Nachfolger Franke & Heidecke, Jenoptik und der Kodak-Tochter Leaf die Hy6-Mittelformatplattform vorgestellt, die von Franke & Heidecke als Analogsystem, von der Jenoptik-Tochter Sinar und Leaf aber als digitales Mittelformatsystem vermarktet werden sollte. Nachdem Franke & Heidecke jüngst Insolvenz anmelden und die Produktion auch der Kameragehäuse für Sinar und Leaf einstellen musste, war das Ende bereits absehbar. Leaf wurde mittlerweile vom dänischen Mitbewerber Phase One übernommen, der naturgemäß kein Interesse am Fortbestand der Hy6-Linie hat, und nun erklärte auch Jenoptik, dass sie ihr Mittelformat-Engagement einstellen. Neben der Insolvenz von Franke & Heidecke führt Jenoptik die schlechten Absatzchancen im Mittelformatmarkt, zu denen in den letzten Monaten auch die Wirtschaftskrise beigetragen hat, als Ausstiegsgrund an. Allein im ersten Halbjahr 2009 waren Verluste in Höhe von einer Million Euro aus diesem Bereich aufgelaufen. Garantie- und Serviceleistungen für die bereits verkauften Kameras und Systemkomponenten werden weiterhin durch die Sinar AG in der Schweiz erbracht – erst vor wenigen Wochen hatte Sinar seine deutsche Vertretung in Ahrensburg aufgelöst.

Mit dem Ende des Hy6-System konzentriert sich der Mittelformatmarkt nunmehr auf drei Akteure: Neben dem schwedisch/dänischen Traditionshersteller Hasselblad und der dänischen Phase One mit ihrem Partner Mamiya will sich Leica ab Oktober im Markt der professionellen Mittelformatsysteme etablieren.

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Edle Teile

Leica gibt die Preise der S2, ihrer Objektive und Zubehör bekannt

31.07.2009 | mjh

Auf der photokina 2008 hatte Leica das S-System präsentiert, ein digitales Spiegelreflexsystem rund um eine Kamera mit Mittelformatsensor, die von den Abmessungen, dem Gewicht und dem Handling einer Kleinbild-DSLR ähnelt. Während in Köln bereits ein funktionsfähiger Prototyp präsentiert werden konnte und in der Zwischenzeit auch die ersten Ergebnisse eines Studio-Shootings veröffentlicht wurden, sind nach wie vor nur einige Eckdaten der S2 bekannt: Ihr Kodak-CCD im Format 45 mm x 30 mm (und damit an der unteren Grenze des Mittelformats) löst 37,5 Megapixel im Abstand von 6,0 µm auf. Die Belichtung wird durch einen Schlitzverschluss gesteuert, der auf Verschlusszeiten bis 1/4000 Sek. programmiert werden kann. Einige der ebenfalls bereits angekündigten Objektive werden zusätzlich einen Zentralverschluss haben, mit dem man Blitzanlagen mit bis zu 1/500 Sek. synchronisieren kann. Die Serienbildfrequenz wird 1,5 Bilder/Sek. erreichen – kaum bemerkenswert für eine Kleinbild-DSLR, aber schneller als alle aktuellen Mittelformatkameras. Die S2 speichert Bilddaten im JPEG- und DNG-Format; als Raw-Konverter liefert Leica Adobe Lightroom mit. Mit einer ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Zusatzsoftware wird man die Kamera auch aus Lightroom heraus steuern und Bilddateien direkt auf der Festplatte des angeschlossenen Computers speichern können.

Auf weitere technische Daten muss man noch warten, aber seit gestern stehen nun nicht nur die Preise der Systemkomponenten fest, sondern auch der Zeitpunkt ihrer Markteinführung: Ab Oktober soll die S2 mit zunächst zwei Objektiven in den Handel kommen. Für 18.600 Euro wird das S2-Gehäuse angeboten; in der Premium-Variante S2-P für 22.200 Euro ist das Display durch ein kratzfestes Saphirglas geschützt; außerdem sind eine Garantieverlängerung um ein Jahr sowie ein Rabatt auf Reparaturen enthalten, die nicht unter die Garantie fallen. Ebenfalls aufpreispflichtig ist der Platinum-Service, der ein Leihgerät für die Dauer einer Reparatur garantiert. Mit dem Gehäuse werden nach Auskunft von Leica-Händler Martin Meister zunächst das Summarit-S 2,5/70mm ASPH. (3.600 Euro) und das Apo-Tele-Elmar-S 3,5/180mm (5.280 Euro) verfügbar werden, ab November auch in Versionen mit Zentralverschluss für 4.680 beziehungsweise 6.000 Euro. Ebenfalls im November sollen dann das Apo-Macro-Elmarit-S 2,5/120mm (5.280 Euro ohne, 6.000 Euro mit Zentralverschluss) und im Dezember das Summarit-S 2,5/35mm ASPH. (4.200 beziehungsweise 4.920 Euro) folgen. Für mehr Batterielaufzeit und verdoppelte Bedienelemente für Aufnahmen im Hochformat kann ab Januar 2010 ein Multifunktionshandgriff für 990 Euro sorgen.

Obwohl sich das S-System an professionelle Fotografen wendet und für Mittelformatkameras meist Nettopreise genannt werden, sind alle hier genannten Preise Bruttopreise, enthalten also bereits 19 Prozent Umsatzsteuer.

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Sehr diskret: Leica M8

Mit der neuesten Firmware beherrscht die M8 den Diskret-Modus der M8.2

04.03.2009 | mjh

Mit dem einst gegebenen Versprechen, die digitale Messsucherkamera M8 würde sich stets auf den aktuellen Stand der Technik upgraden lassen, hatte Leica hohe Erwartungen geweckt. Als die auf der letztjährigen photokina vorgestellte M8.2 dann neben diversen Verbesserungen, die auch als Hardware-Upgrade für M8-Besitzer angeboten wurden, einen neuen, diesem Modell vorbehaltenen „Diskret-Modus“ bot, war die Aufregung groß. Zwar konnte man den leiseren, wenn auch langsameren Schlitzverschluss der M8.2 auch in die M8 einbauen, doch folgte dann immer noch auf jede Auslösung das deutlich vernehmbare Geräusch des Verschlussaufzugs. Die M8.2 ließ sich hingegen in den Diskret-Modus schalten, in dem der Verschluss erst nach Loslassen des Auslösers erneut gespannt wurde. Wenn die Umstände eine nahezu geräuschlose Fotografie erforderten, hatte die 1000 Euro teurere M8.2 einen entscheidenden Vorteil.

Lange Zeit blieb unklar, an welche Voraussetzungen der verzögerte Verschlussaufzug im Diskret-Modus gebunden war, aber mit dem aktuellen Firmware-Update auf Version 2.004 ist nun klar, dass dies nur eine Frage der Firmware war; offenbar ist nicht einmal ein kostspieliges Update auf den leiseren Verschluss nötig, um die Vorteile des Diskret-Modus nutzen zu können – die neue Firmware steht für einen kostenlosen Download bereit.

Darüber hinaus unterstützt die neue Firmware auch zwei neue Objektive, das Noctilux-M 0.95/50mm Asph. und das Super-Elmar-M 3.8/18mm Asph.. Die Codes dieser Objektive werden nun von der Kamera erkannt, was beim Einsatz von IR-Sperrfiltern wichtig ist, wie sie die M8 und M8.2 aufgrund der hohen IR-Empfindlichkeit ihres Sensors benötigen. Solche Filter führen zu einer Vignettierung im Rot-Kanal, die intern korrigiert werden kann, sofern die Brennweite des Objektivs bekannt ist.

Weiterführende Links

Leica bringt M8.2

Weiterentwicklung der M8

16.09.2008 | cja/mjh

Kein neues Modell, sondern eine Weiterentwicklung der digitalen Messsucherkamera M8 bringt Leica zur Photokina 2008. Die M8.2 weist Leica zufolge Verbesserungen wie Robustheit und intuitives Bedienen auf. Der rote Leica-Punkt wurde bei der schwarzen Version mit verbessertem Oberflächenfinish durch einen diskreteren schwarzen Punkt ersetzt, der bislang nur auf Anfrage beim Kundendienst erhältlich war. Durch eine Vulkanit-Belederung ist das Gehäuse griffiger geworden. Ein neuer Schnappschussmodus soll Anwendern, die ohne Vorkenntnisse fotografieren wollen, den Einstieg erleichtern. Das Monitorglas besteht aus kratzfestem Saphirkristall und ist so laut Hersteller sehr widerstandsfähig gegen Beschädigungen. Außerdem hat Leica den Verschluss überarbeitet; wie das kratzfeste Saphirglas ist der neue Verschluss auch als Upgrade für die M8 verfügbar. Die Vibrationen und Geräusche der M8 sind bei der M8.2 hör- und spürbar verringert worden, worunter allerdings die kürzeste Verschlusszeit leidet, die nun bei 1/4000 statt 1/8000 Sek. liegt; die Synchronzeit beträgt 1/180 Sek. (statt 1/250 Sek. bei der M8). Damit sich neben dem nun gedämpften Verschlussgeräusch nicht der Aufzugsmotor störend bemerkbar macht, kann man den Verschlussaufzug optional so lange verzögern, bis man den Auslöser wieder loslässt. Überarbeitet wurden schließlich auch die Sucherrahmen, die bei der M8 den Bildausschnitt im Nahbereich bei 0,7 Meter anzeigte; bei Aufnahmen von Motiven in größerer Entfernung kam mehr auf das Bild. Die Sucherrahmen der M8.2 hat Leica nun wieder denen der analogen Modelle angeglichen; sie zeigen nun den Bildausschnitt bei einer Entfernung von 2 Metern. Auch die M8 lässt sich auf die neuen Sucherrahmen umrüsten. Auf eine Unterstützung von SDHC-Karten hatte Leica seine Kunden lange warten lassen; die M8.2 kann nun auch mit den größeren Karten umgehen; die M8 wird dafür ein Firmware-Upgrade benötigen. Am CCD mit seinem von einem dünnen IR-Absorptionsfilter nicht gänzlich gebändigten Infrarotempfindlichkeit hat Leica nichts geändert; unter den besonderen Randbedingungen einer Messsucherkamera bleibt nach wie vor nur, IR-Sperrfilter auf das Objektiv zu schrauben, um Farbverfälschungen durch Infrarotlicht zu verhindern.

Die M8 und M8.2 sollen vorerst parallel auf dem Markt zu haben sein. Die M8.2 wird rund 5000 Euro kosten; der Preis für die M8 verringert sich auf rund 4000 Euro.

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Leica ohne Lee

CEO Steven K. Lee mit sofortiger Wirkung abberufen

22.02.2008 | mjh

In einer Ad-hoc-Meldung gab der Aufsichtsrat der Leica Camera AG heute bekannt, dass Steven K. Lee mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Mitglied und Vorsitzendem des Vorstands abberufen worden sei. Lee war im September 2006 zu Leica gekommen, um das neugeschaffene Ressort Unternehmensplanung und -strategie zu leiten; zuvor hatte er unter anderem im Management von IBM und Best Buy gearbeitet. Schon im November desselben Jahres wurde er Vorstandsvorsitzender. Unter Lees Führung nahm Leica eine positive Entwicklung und konnte die Zahl der Beschäftigten von 940 auf 1003 steigern; für das Geschäftsjahr 2007/2008 erwartet Leica, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Dennoch kam es offenbar im Verhältnis zu Mitarbeitern und Händlern zu Spannungen. In seinem aktuellen Newsletter beschreibt Leica-Händler Martin Meister die Probleme so: „Steven Lee vertrat eine Visison eines Geschäftsmodelles, welches die traditionell guten Beziehungen zu Händlern, Zulieferern und – als wichtigsten Teil – Ihnen als Leica-Kunden empfindlich gestört hätte. Widerstand gegen Lee entwickelte sich auf allen Ebenen. Innerbetrieblich entstand ein massiver Widerstand auch deshalb, weil Lee neben seinen fachlichen Entscheidungen auch menschlich in Fragen der Personalführung nicht anerkannt war.“ Eine Gruppe von Händlern hätte sich deshalb direkt an den Aufsichtsrat gewandt und ihm ihre Sicht der Dinge bei Leica mitgeteilt, woraufhin dieser sofort tätig geworden und Lee seines Postens enthoben hätte.

Mehrheitsaktionär Dr. Andreas Kaufmann (rechts) ersetzt vorläufig Steven K. Lee (links) als Vorstandsvorsitzenden

Den vakanten Posten des Vorstandsvorsitzenden hat vorläufig Leicas Mehrheitsaktionär und bisheriger Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Kaufmann übernommen, der dafür seinen Aufsichtsratsposten aufgibt; diese Regelung ist zunächst bis zum Monatsende befristet. Kaufmann, dessen ACM Projektentwicklung GmbH 96,51 Prozent der Leica-Aktien besitzt, strebt schon seit Monaten an, auch die verbleibenden Leica-Anteile im Streubesitz aufzukaufen und die Leica Camera AG von der Börse zu nehmen. Die Hauptversammlung hatte im November letzten Jahres einen „Squeeze Out“ mit einer Abfindung der Minderheitsaktionäre beschlossen; gegen diesen Beschluss sind allerdings noch Anfechtungsklagen anhängig.

Ob die Abberufung des Vorstandsvorsitzenden Auswirkungen auf die Planung zukünftiger Produkte haben wird, lässt sich heute noch nicht voraussagen; zuletzt wurde zur diesjährigen Photokina mit der Ankündigung einer digitalen Spiegelreflexkamera als Teil von Leicas R-System gerechnet; diese R10 war offenbar das Lieblingskind Steven K. Lees, der selbst sieben Kleinbildkameras des R-Systems besitzt. Eine größere Kursänderung ist jedoch wenig wahrscheinlich, zumal alle wesentlichen Entscheidungen der vergangenen Monate wohl in Absprache mit Dr. Andreas Kaufmann getroffen worden waren.

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M8 forever

Leica kündigt fortlaufende Hardware-Upgrades für die M8 an

31.01.2008 | mjh

Kaum hat man sich an seine neue Digitalkamera gewöhnt, bringt der Hersteller schon das Nachfolgemodell heraus, und irgendwann gibt der Konsument nach und erwirbt eine neue, technisch verbesserte Version – die alte Kamera wird dann verkauft oder in der Familie weitergereicht. Mit der digitalen Messsucherkamera M8 hat Hersteller Leica andere Pläne: Statt eines Nachfolgemodells M9, das einige schon für die Photokina 2008 sicher vorausgesagt hatten, bietet Leica nun ein Hardware-Upgrade für M8-Besitzer an. Und dieses erste Upgrade soll nicht das einzige bleiben: „Die LEICA M8 wird zu einer hochwertigen Digitalkamera, die heutige und zukünftige Nutzer hinsichtlich Anwendung und Technik stets mit den neuesten Raffinessen und Entwicklungen erweitern lassen können. Während andere digitale Kameras nach kürzester Zeit veraltet sind, werden bei der LEICA M8 nach und nach neue Produkteigenschaften und Entwicklungen als optionale Aufrüstungsmöglichkeiten angeboten.“ Wie CEO Steven K. Lee Amateur Photographer verriet, arbeitet Leica daran, sogar ein CCD im Kleinbildformat in eine Messsucherkamera einzubauen; ob sich dieser Sensor als Upgrade in eine aktuelle M8 integrieren ließe, wird derzeit geprüft. Da das CCD nur 27,8 mm vom Bajonett entfernt ist, würden die Lichtstrahlen im Randbereich eines 36 mm breiten Sensors in relativ flachem Winkel einfallen und könnten die Fotodioden unter den Mikrolinsen möglicherweise nicht mehr erreichen; wie Leica dieses Hindernis überwinden will, ist nicht bekannt.

Das jetzt anlässlich der PMA angekündigte Update umfasst folgende Punkte:

  • Die Kamera erhält einen neuen Schlitzverschluss, der mit Titanlamellen und einer verbesserten Dämpfung für ein verringertes, mehr an den Tuchverschluss der analogen M-Modelle erinnerndes Auslösegeräusch sorgt und die Vibrationen beim Auslösen reduziert. Als kürzeste Verschlusszeit erreicht der neue Verschluss allerdings nur noch 1/4000 statt 1/8000 Sek.; auch die Synchronzeit von 1/180 Sek. ist etwas länger als bei der unmodifizierten M8 (1/250 Sek.).
  • Das Abdeckglas des LC-Displays wird durch ein sehr kratzfestes Saphirglas ersetzt, wie es von hochwertigen Uhren bekannt ist.
  • Darüber hinaus prüft Leica die Kamera auf Herz und Nieren, spielt, falls nötig, die neueste Firmware auf und gewährt auf alle Teile der umgerüsteten Kamera eine neue Garantie von zwei Jahren.

Wer seine Kamera umrüsten will, kann ab März zum Preis von 1200 Euro ein Upgrade-Zertifikat kaufen; die Ausführung der Upgrades beginnt erst im August – in der Reihenfolge des Erwerbs der Zertifikate. Schon jetzt und überdies kostenlos kann man die neueste Firmware-Version 1.201 von Leicas Website herunterladen – siehe separate News.

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Jetzt klappt’s auch mit dem Weißabgleich

Leica aktualisiert die Firmware der M8

31.01.2008 | mjh

Leicas M8 kam mit einigen Kinderkrankheiten auf die Welt, die aber im Laufe ihrer ersten Lebensmonate weitgehend behoben wurden. Ein hartnäckiges Problem blieb allerdings bestehen: Der automatische Weißabgleich arbeitete unzuverlässig und produzierte immer wieder überraschende Ergebnisse: Selbst wenn sich zwischen zwei Aufnahmen nichts an den Lichtverhältnissen geändert zu haben schien, konnte die Farbwiedergabe wild fluktuieren. Der Grund hierfür war vor allem in der Entscheidung zu suchen, den Weißabgleich nur zwischen drei Farbtemperaturen wählen zu lassen, sodass schon kleinste Unterschiede der tatsächlichen Farbtemperatur zu einem völlig anderen Weißabgleich führen konnten. Mit der seit heute verfügbaren Firmware-Version 1.201 wird das alte Weißabgleichsverfahren durch völlig neue, verbesserte Algorithmen ersetzt, die sich bei mehreren M8-Besitzern schon in der Praxis bewährt haben. Neben dieser, sicherlich wichtigsten Änderung behebt die neue Firmware folgende Fehler:

  • Das Hin- und Herspringen zwischen den Bildern im Wiedergabemodus, das bei einigen SD-Kartentypen auftreten konnte, ist nun abgestellt.
  • Wenn man die Kamera aus dem Ruhezustand weckte und sofort auf den Auslöser drückte, konnte es zu Fehlbelichtungen kommen.
  • Beim Einsatz kodierter Objektive trägt die Kamera die maximale Blendenöffnung in den EXIF-Daten ein. Für das Tri-Elmar-M 1:4/16–18–21mm Asph wurde bislang ein falscher Wert eingetragen.

Das Firmware-Update kann von Leicas Website heruntergeladen und über einen Kartenleser auf die Speicherkarte kopiert werden. Bei der Installation der neuen Firmware muss man wie üblich darauf achten, dass die unterbrechungsfreie Stromversorgung der Kamera sichergestellt ist.

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Preiserhöhungen bei Leica

M8 und Tri-Elmar-M 1:4/16–18–21 mm betroffen

06.08.2007 | mjh

Wer sich bislang nicht entscheiden konnte, ob ihn die digitale Messsucherfotografie reizen könnte, sollte bald zu einem Ergebnis kommen: Wie der Leica-Händler „Leica bei Meister“ in seinem Newsletter verbreitete, wird die Leica M8, bislang für rund 4200 Euro zu haben, ab dem 1. Oktober 600 Euro mehr kosten. Auch das unter Insidern als WATE („Wide Angle Tri-Elmar“) bekannte Tri-Elmar-M 1:4/16–18–21 mm ist von der Preiserhöhung betroffen; derzeit noch mit 3500 Euro ausgezeichnet, soll der Preis des Drei-Brennweiten-Objektivs zum 1. Oktober um 1200 Euro steigen. Diese Preiserhöhung kontrastiert mit Leicas Vorstellung einer neuen, relativ preiswerten Objektivserie für das M-System, vier Summarit-Objektiven mit den Brennweiten 35, 50, 75 und 90 mm und der Lichtstärke f2,5, die zu Preisen zwischen 1000 und 1250 Euro angeboten werden; eine Streulichtblende muss allerdings als kostenpflichtiges Zubehör erworben werden.

Über die Gründe der in dieser Branche ungewöhnlichen Preiserhöhung ist nichts bekannt, allerdings dürfte ihre frühzeitige Ankündigung zunächst zu einem Anziehen der M8-Verkäufe führen; wie sich die M8 nach dem 1. Oktober entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

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Neue Firmware für Leicas M8

Die neue Version bringt nicht weiter spezifizierte Verbesserungen

27.07.2007 | mjh

Bei der Beschreibung ihres neuesten Firmware-Updates für die digitale Messsucherkamera M8 bleibt Leica sehr vage. Von „interne(n) Prozessmodifikationen“, die „die allgemeine Bildwiedergabe und Funktionseigenschaften“ der M8 verbessern sollen, ist da die Rede. Außerdem soll die neue Firmware Leica „einen noch sichereren und effizienteren Produktionsprozess“ ermöglichen. Aber da dieses Update – im Gegensatz zu einer nur kurzzeitig verfügbaren fehlerhaften Version mit gleicher Versionsnummer – keine Probleme zu bereiten scheint, spricht nichts gegen ein Update. Dazu ist übrigens ein SD-Kartenleser nötig, denn da die USB-Schnittstelle der M8 (wie bei leider immer mehr Kameras) nur das PTP-Protokoll, nicht aber den Massenspeichermodus unterstützt, kann man die neue Firmware nur so auf die Speicherkarte kopieren.

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Endlich da: Firmware 1.102 für Leicas M8

Die neue Firmware-Version macht die M8 fit für IR-Sperrfilter vor dem Objektiv

12.04.2007 | mjh

Die Folge von Maßnahmen, mit denen Leica die Kinderkrankheiten der M8 beheben will, wird nun mit einer neuen Firmware vorerst abgeschlossen. Das aufgrund der Eigenheiten einer digitalen Messsucherkamera relativ schwach ausgelegte IR-Absorptionsfilter der M8 macht die Verwendung eines dichroitischen IR-Sperrfilters vor dem Objektiv nötig, wenn man Farbverfälschungen durch den Infrarotanteil von Kunst- oder Tageslicht vermeiden will. Solche dichroitischen Filter sind aber winkelabhängig und filtern auch einen Teil des roten Spektralbereichs heraus, wenn die Lichtstrahlen in flachem Winkel auftreffen. Bei Weitwinkelobjektiven mit einer Brennweite bis zu 35 mm kann es daher zu einer Vignettierung im Rot-Kanal kommen, die sich in blaugrünen Verfärbungen in den Bildecken äußert. Die lang erwartete neue Firmware-Version 1.102 kann nun diese Vignettierung automatisch herausrechnen, sofern man kodierte Objektive einsetzt, deren Typ die Kamera erkennen kann. Daneben bringt die neue Firmware weitere, von Leica nicht spezifizierte Verbesserungen.

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ACM will Leica restlich übernehmen

Die Beteiligungsgesellschaft ACM hält bereits 93 Prozent

31.12.2006 | cja

Nach gezieltem Aufkauf verschiedener Aktienpakete steht die österreichische Beteiligungsgesellschaft ACM kurz davor, Leica vollständig zu übernehmen. Bisher hält ACM 93 Prozent der Leica-Aktien. Die restlichen 7 Prozent will ACM mit einem speziellen Angebot an die restlichen Aktionäre erwerben. Sobald die Beteiligungsgesellschaft alle Aktien besitzt, soll Leica von der Börse genommen werden. Bereits im September hat ACM das komplette Aktienpaket von Hermès International SCA übernommen, das 36,2 Prozent der Gesamtaktien entsprach. Und schon im Juni 2006 bot ACM allen Minderheitsaktionären ein Umtauchangebot an. Die Übernahme ist also nicht plötzlich vonstatten gegangen. Anscheinend will die Beteiligungsgesellschaft keine größeren Änderungen in der Geschäftspolitik von Leica vollziehen. Leica macht gerade eine schwere Zeit durch und schreibt auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Verlust in Millionenhöhe.

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Neue potentielle Opfer des Sensorsterbens

Auch die Panasonic DMC-LC1 und Leica Digilux 2 können betroffen sein

14.12.2006 | mjh

Obwohl Panasonics Digitalkamera-Abteilung generell nur auf Komponenten aus hauseigener Produktion zurückgreift, könnte der 2/3-Zoll-Sensor der Lumix DMC-LC1 und der fast baugleichen Leica Digilux 2 aus Sonys Sensorfabrik stammen – das würde erklären, weshalb jetzt Hinweise auf einen möglichen Sensorausfall der fast drei Jahre alten Modelle auftauchen. Wie von den vorangegangenen, gleichartigen Fällen bekannt, soll der Einsatz der Kameras in tropischen Gebieten oder allgemein bei hoher Luftfeuchtigkeit den Ausfall des Sensors begünstigen. Wer eines der beiden Modelle besitzt, muss jetzt noch nicht aktiv werden, so lange die Kamera problemlos funktioniert; falls sie aber nur noch schwarze oder von Streifen durchzogene Bilder aufnehmen sollte, werden Panasonic beziehungsweise Leica diese Modelle auch außerhalb der Garantiezeit kostenlos reparieren.

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Leica muss Verlustzahlen korrigieren

Der tatsächliche Verlust ist etwas höher als zunächst gemeldet

03.12.2006 | cja

Erst die Verlustmeldung, dann das Reparaturprogramm für den Hoffnungsträger M8 und nun die Korrektur der ersten Verlustmeldung. Leica hat momentan mehr negative Schlagzeilen als dem Unternehmen lieb sein könnte. Die zuerst gemeldete Verlustsumme von 4,2 Millionen Euro wurde von dem Unternehmen auf 4,5 Millionen korrigiert. Damit verringerte sich der Verlust gegenüber dem Vorjahr also nicht um eine Millionen Euro, sondern lediglich um 700 000 Euro. Als Grund für die erste Meldung mit den falschen Zahlen nennt Leica Kommunikationsprobleme bei der Herausgabe der Zahlen. Das Handelsblatt hatte dies bereits letzten Donnerstag gemeldet.

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Reparaturprogramm für Leica M8

Die Kinderkrankheiten der M8 sind offenbar heilbar

29.11.2006 | cja

Selbst eine mehrere Jahre dauernde Entwicklungszeit schützt offenbar nicht vor Kinderkrankheiten eines neuen Produkts: Nachdem Leicas digitale Messsucherkamera M8 erst zur Photokina eingeführt worden war, startet der Hersteller nun eine Rückrufaktion für die vor dem 27. November gefertigten Exemplare. Unter ungünstigen Bedingungen kann es Leica zufolge zu Streifenbildungen kommen, die als Banding und Mirror/Ghost Effects bezeichnet werden. Dieses Phänomen tritt typischerweise bei höheren ISO-Werten auf, wenn helle Lichtquellen im Bild sind. Eine leichte Modifikation der Kameraelektronik soll hier Abhilfe schaffen; dazu muss die Kamera nach Solms eingeschickt werden.

Ein weiteres Problem, das die M8 plagt, ist ihre erhöhte Empfindlichkeit für Infrarot. Im Fotoalltag kann dies zu Fehlfarben vor allem bei synthetischen Textilien führen, die statt in sattem Schwarz in Magentatönen wiedergegeben werden. Aber auch andere Motive mit anderen Farben können betroffen sein, wenn sie infrarotes Licht besonders gut reflektieren. Da CCD- und CMOS-Sensoren nicht nur für das sichtbare Licht, sondern auch für das nahe Infrarot oberhalb von 700 nm empfindlich sind, muss dieser unsichtbare Wellenlängenbereich herausgefiltert werden; er würde sonst von den für Rot und in etwas geringerem Maße auch den für Blau empfindlichen Sensorzellen registriert. Meist werden dazu dichroitische Interferenzfilter eingesetzt, die eine sehr steile Kennlinie haben und Infrarot trennscharf von Rot trennen. Ihre Eigenheit, das unerwünschte Licht zu reflektieren, kann allerdings zu Geisterbildern führen, wenn dieses Licht wiederum von der Hinterlinse des Objektivs zum Sensor zurückgeworfen wird. Bei der Messsucherkamera M8 kommt noch hinzu, dass der Abstand zwischen Objektiv und Sensor sehr gering sein kann und die Lichtstrahlen im Randbereich daher in einem flachen Winkel einfallen können. Bei Spiegelreflexkameras erzwingt dagegen schon der Rückschwingspiegel einen größeren Abstand. Wenn das Licht das Sperrfilter nicht senkrecht, sondern in einem flachen Winkel durchläuft, verschiebt sich die Filterkennlinie. Leica hatte sich daher für ein Absorptionsfilter entschieden, dessen Kennlinie zwar weniger steil ist, das dafür aber die Nachteile dichroitischer Filter vermeidet. Auch die Wirkung dieser Absorptionsfilter ist allerdings vom Einfallswinkel abhängig: Neben Infrarot unterdrückt es auch Rot stärker, wenn das Licht das Filter in einem flacheren Winkel durchquert. Das besonders dünne Absorptionsfilter der M8 vermeidet auch diesen Nachteil, nur hatte Leica offenbar die Probleme unterschätzt, die durch die entsprechend geringe Infrarot-Unterdrückung entstehen würden.

Als Lösung bietet der Hersteller jedem M8-Kunden zwei kostenlose UV/IR-Sperrfilter mit beliebigem Durchmesser an, die auf die Objektive geschraubt werden müssen und gemeinsam mit dem Filter vor dem Sensor für die nötige IR-Unterdrückung sorgen. Gleichzeitig kündigt Leica weitere Verbesserung für die M8 durch ein kommendes Firmware-Update an.

M8-Käufer sollten sich ab dem 6. Dezember 2006 unter Angabe der Adresse und Kameraseriennummer auf der Leica-Webseite melden. Alternativ kann man die Filter auch telefonisch unter der Telefonnummer 06442/20 81 65 beantragen. Nach erfolgreicher Registrierung werden die Filter ab Anfang Februar 2007 den Kunden zugeschickt. Weitere Filter sind bei Leica-Händler verfügbar. Dabei ist es egal, ob die Kamera vor dem 27. November 2006 ausgeliefert wurde oder danach. Leica will sich sicher sein, dass Kameras, die danach ausgeliefert wurden, nicht von dem Problem betroffen sind, dennoch können sich auch diese Modellbesitzer an Leica wenden.

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Leica weiterhin mit roten Zahlen

Verlust verringert sich um eine Millionen Euro

24.11.2006 | cja

Im ersten Geschäfthalbjahr des laufenden Jahres 2006, das von April bis zum 30. September 2006 lief, will Leica einen Erlös von 51,9 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Damit stieg der Ertrag im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Dennoch schreibt das Unternehmen auch in diesem Geschäftsjahr weiterhin rote Zahlen. 4,2 Millionen Euro fehlen dem Unternehmen, um eine schwarze Null zu schreiben. Mit der digitalen Messsucherkamera Leica M8, die auf der Photokina 2006 vorgestellt wurde, und den traditionell anziehenden Geschäften zu dieser Jahreszeit will das Unternehmen den positiven Trend weiter beschreiten und demnächst wieder Gewinn machen.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Interims-Chef Josef Spichtig den Vorstand des Unternehmens verlässt.

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Möge die M8 mit Dir sein

Leicas neuestes Messuchermodell ist eine reine Digitalkamera

15.09.2006 | mjh

Wenn man Leica eines nicht zum Vorwurf machen kann, dann ist es die überhastete Einführung neuer Produkte. Schon die bisherigen Modelle der M-Reihe blieben jeweils für Jahre aktuell und wurden nur behutsam weiterentwickelt – durchaus im Einverständnis mit dem wertkonservativen Kundenstamm. Dass Leica seine Reihe von Messsucherkameras um ein digitales Modell erweitern wollte, daraus hatte man in Solms keinen Hehl gemacht, aber man wollte auch keine halbgaren Lösungen präsentieren. So musste es Leica hinnehmen, dass ihnen Epson mit der ersten (und mittlerweile auch der zweiten) digitalen Messsucherkamera zuvor kam: Im Oktober 2004 erschien die gemeinsam mit Cosina entwickelte R-D1, gefolgt im Juni diesen Jahres von der R-D1s; beide Kameras sind zu Leica-Objektiven mit M-Bajonett kompatibel. Nun aber ist die digitale Leica M marktreif, und es handelt sich nicht bloß um eine digitale Variante: Die M8 ist eine Digitalkamera, und von einer Kleinbildvariante ist derzeit nicht die Rede.

Im Gegensatz zu Spiegelreflexkameras haben Messsucherkameras keinen Spiegelkasten, der einen größeren Abstand zwischen der Hinterlinse des Objektivs und der Bildebene erzwingt; Objektive der M-Reihe können der Bildebene daher recht nahe kommen. Dies führt wiederum dazu, dass die Lichtstrahlen im Randbereich aus einem relativ flachen Winkel einfallen können und von den Mikrolinsen eines gewöhnlichen Sensors nicht mehr eingefangen würden; das Ergebnis wäre eine starke Vignettierung. Leica ist diesem Problem mit einer dreiteiligen Strategie begegnet: Zunächst einmal misst der 10-Megapixel-Sensor lediglich 27 mal 18 Millimeter, ist also kleiner als das Kleinbildformat, woraus sich ein Verlängerungsfaktor von 1,33 ergibt. Damit wird das Ausmaß der möglichen Vignettierung bereits verringert, aber eine systematische Verschiebung der Mikrolinsen im äußeren Bereich des Kodak-Sensors trägt ebenfalls dazu bei, auch die Strahlen im Randbereich auf die Fotodioden zu lenken. Die jüngst eingeführt Kodierung der Objektive mit einem Muster aus schwarzen und weißen Flächen, die auch nachträglich angebracht werden kann, ermöglicht der Kameraelektronik schließlich, Reste der Randabdunkelung auf digitalem Wege auszugleichen.

Die Leica M8 ist eine vollständige Neuentwicklung, entspricht von der Ausstattung und der Bedienung her aber dem gewohnten Standard. Die Verschlusszeit kann zwischen 1/8000 und 4 Sekunden manuell gewählt oder von einer Zeitautomatik auf Basis einer mittenbetonten Integralmessung kontrolliert werden; die längste Verschlusszeit ist dann erst mit 32 Sekunden erreicht; daneben gibt es eine Bulb-Einstellung. Blitzgeräte können mit einer Verschlusszeit von minimal 1/250 Sek. synchronisiert werden; die M8 unterstützt die M-TTL-Blitzsteuerung mit Messvorblitz. Zur Kontrolle der Belichtung dient eine Histogrammanzeige und ein Hinweis auf ausgefressene Lichter. Die Bilder werden wahlweise im JPEG- oder im DNG-Rohdatenformat gespeichert; als Speichermedium dienen SD-Karten.

Die Leica M8 wird voraussichtlich im November zu einem Preis von rund 4200 Euro in den Handel kommen; das Kleinbildmodell M7 bleibt weiterhin verfügbar.

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Modellpflege

Epsons Messsucherkamera R-D1s kommt auch auf den deutschen Markt

29.05.2006 | mjh

Im Oktober 2004 hatte Epson die erste digitale Messsucherkamera mit Leica-Bajonett auf den Markt gebracht; während die offizielle Ankündigung von Leicas digitalem M-Modell eineinhalb Jahre später noch immer bevorsteht, wird die Epson R-D1 nun durch ihren Nachfolger R-D1s ersetzt. Die Modellpflege beschränkt sich auf wenige Details; so können die Bilddaten nun parallel im Raw- und JPEG-Format gespeichert werden und neben sRGB steht nun auch Adobe RGB als alternativer Farbraum zur Wahl. Im Wiedergabemodus kann man die Aufnahmen bis zu 16fach vergrößern.

Ab dem 1. Juni soll die R-D1s zu einem Preis von rund 2000 Euro – 1000 Euro weniger als noch die R-D1 kostete – in den Handel kommen. Passende Objektive mit M- oder L-Bajonett müssen zusätzlich erworben werden.

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