Digitalkameratests sind unsere Spezialität, aber nicht der einzige Schwerpunkt unserer Arbeit. Als Fachjournalisten liefern wir Texte zu allen Themen rund um das digitale Bild, also Kameratechnik, optische und elektronische Grundlagen und Technologien, Bildbearbeitung, Farbmanagement, digitales Video, Archivierung und Präsentation.
Das Team
- Michael J. Hußmann
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… Jahrgang 1958, verband schon in frühester Jugend den Spaß an der Fotografie mit der Freude daran, Kameras in ihre Einzelteile zu zerlegen, um so ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Es war also nur folgerichtig, dass er nach Abschluss seines Studiums der Informatik und Linguistik über Tätigkeiten als Wissenschaftler im Bereich der Künstlichen Intelligenz, CD-ROM-Produzent, Softwareentwickler und macmagazin-Redakteur als Redakteur der ComputerFoto schließlich einen Weg fand, seine fotografischen Neigungen mit seinem Informatik-Background zu verbinden.
Seit Ende 2002 schreibt er als freier Journalist über Digitalkameras, optische, technische und ästhetische Grundlagen der Fotografie, Digital Imaging, Farbmanagement, Entwicklersoftware und neue Technologien.
Veröffentlichungen in: macmagazin, MACup, maceasy, Screen Multimedia, Screen Business Online, ComputerFoto, PC-WELT, PAGE, Leica Fotografie International, fotoMAGAZIN, VICTOR by Hasselblad; Autor von „Das LISP-Buch“ (zusammen mit P. Schefe und A. Fittschen, McGraw-Hill 1988), Überarbeitung und Aktualisierung von „Digitale Fotografie für Dummies“ (mitp Verlag 2002), Ko-Autor von „Fotos digital – ganz einfach mit Canon“ (zusammen mit Tobias Habura und Andreas Jordan, vfv Verlag 2004), Mitarbeit an „Fotos digital – ganz einfach mit Olympus“ (vfv Verlag 2004).
Persönliche Homepage: michael-hussmann.de
- Christopher Jakob
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… Mitte der 60iger Jahre des letzten Jahrhunderts im Süden von Deutschland geboren, lebt nun in Hamburg. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Soziologie absolvierte er ein Volontariat beim Macintosh-Magazin Macwelt (IDG Magazine Verlag) und wurde dort anschließend als Redakteur übernommen. Nach dem Wechsel in die Redaktion der MACup zog er aus privaten Gründen nach Hamburg und arbeitet hier als freier Journalist, unter anderem für die MACup, Macwelt und Digital Video Camera.
Veröffentlichungen in: MACWELT, MACup, ComputerFoto, DigiFoto, PC-WELT, Optik&Vision, DigitalPHOTO, fotoMAGAZIN und Digital Video Camera.
Persönliche Homepage: chrisjakob.de
Das Testverfahren
Bildqualität

Der wichtigste Teil unserer Kameratests gilt der Bildqualität, die mithilfe verschiedener Testcharts ermittelt wird. Die optische Auflösung in Linien pro Bildhöhe ermitteln wir auf der Basis des standardisierten ISO-Charts (Test Chart for Resolution Measurement, ISO 12233). Zur Ermittlung von Farbabweichungen, Weißabgleichsfehlern, Tonwertumfang und Rauschen dient ein IT-8-Chart, das neben einem Graukeil 264 Farbfelder mit einer repräsentativen Auswahl von Farbtönen, Helligkeiten und Sättigungsgraden enthält. Zur Sicherstellung reproduzierbarer Resultate werten wir das Testbild mit der selbst entwickelten Software „Kameratester“ aus: Aus dem Vergleich der von der Kamera registrierten Farbwerte mit den Farben der Vorlage wird die Präzision des Weißabgleichs, die korrekte Wiedergabe der Farbtöne, der Farbsättigung und der Helligkeit ermittelt. Aus einer Auswertung des Graukeils ergibt sich der Bildkontrast, woran man die Präzision der Belichtungsmessung und die Ausnutzung der verfügbaren Tonwerte ablesen kann, sowie der von der Kamera differenziert wiedergegebene Kontrastumfang der Vorlage – gerade in der Digitalfotografie ein kritischer Wert, da der Negativfilm den gängigen Bildwandlern in der Wiedergabe hoher Motivkontraste noch immer überlegen ist. Der Graukeil ist auch die Basis für die Messung des Rauschabstands, der für die verschiedenen Grauwerte sowie als Mittelwert berechnet wird; getrennt für die drei Farbkanäle sowie für die Gesamthelligkeit aller Kanäle. Das Farbrauschen wird gesondert erfasst.
Zur Bewertung des Weißabgleichs nehmen wir das IT-8-Chart unter verschiedenen Bedingungen auf: Für die Tageslichtaufnahme werden die beiden 1500 Watt-Strahler im Testlabor mit einer Filterfolie auf Tageslichttemperatur gebracht und ein Foto mit automatischem Weißabgleich gemacht. Für Kunstlichtbedingungen kommen die Leuchten ohne Filter zum Einsatz; für die Auswertung wird in der Kamera die Voreinstellung für Glühlampen gewählt. Der automatische Weißabgleich bei Kunstlicht wird nicht mit in die messtechnische Bewertung einbezogen, da die meisten Kamerahersteller hier mit Absicht eine wärmere statt einer neutralen Darstellung wählen.
Ein weiteres Testchart dient der Ermittlung von Objektivverzeichnungen. Hierzu wird im Weitwinkel- und Telebereich die Krümmung einer geraden Linie in Pixeln gemessen und prozentual auf die Bildgröße umgerechnet. Schließlich lässt sich die Vignettierung, also Randabdunkelung des Objektives, in Photoshop anhand eines weißen Testcharts ermitteln.

Neben der messtechnischen Auswertung bewerten wir Kameras auch visuell auf der Basis von zwei Testbildern, die ebenfalls unter standardisierten Bedingungen aufgenommen werden, und anhand von Alltagsaufnahmen in Innen- und Außenräumen. Über die visuelle Auswertung wollen wir vor allem messtechnisch schwer erfassbare Merkmale wie Farbsäume durch Blooming oder chromatische Aberration, Schärfe und Artefakte in die Bewertung einbeziehen.
Ausstattung
Sehr komplex ist die Bewertung der Ausstattung: Fast 60 Merkmale fließen mit unterschiedlicher Gewichtung in das Gesamturteil ein. Die größte Bedeutung haben dabei die Merkmale Zoomfaktor, Lichtstärke des Objektivs, Fokussierung, Belichtungssteuerung, Belichtungszeiten und Belichtungsmessung. Mit etwas geringerer Gewichtung folgen Weißabgleichsfunktionen, Blitz, Monitor, Schnittstellen, Video- und Makromodus, Lichtempfindlichkeit und unterstützte Dateiformate. Relativ leicht gewichtet werden zahlreiche Ausstattungsmerkmale wie Kontrolle über Schärfe und Farbsättigung, Histogrammanzeigen, Rauschunterdrückung, Filtergewinde, Stromversorgung, Größe des mitgelieferten Speichers, Robustheit des Gehäuses oder eine Autofokushilfslampe. Daneben fließen auch mehr oder weniger exotische Funktionen wie Panorama- oder Intervallaufnahmen in die Bewertung ein.
Ein spezielles Verfahren setzen wir bei der Ermittlung der Makroleistung ein. Hierbei wird ein Lineal mit dem größtmöglichen Abbildungsmaßstab aufgenommen – bei den meisten Kameras wird dieses Maximum bei Wahl der kürzesten Brennweite erreicht, einige Modelle erreichen dagegen in der Teleeinstellung einen größeren Abbildungsmaßstab. Entscheidend für die Bewertung ist, wieviel Pixel ein Zentimeter im Bild misst – diese Methode ist erheblich aufschlussreicher als die von den Herstellern angegebene Naheinstellgrenze, da sie auch die Auflösung der Kamera mit einbezieht.
Geschwindigkeit
Für die Geschwindigkeitswertung messen wir die Einschaltzeit bis zur Aufnahmebereitschaft mit eingeschaltetem Display, die Bildfolgezeit und die Serienbildgeschwindigkeit. Um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten, erfolgen die Geschwindigkeitstests immer im JPEG-Modus bei geringst möglicher Kompression. Von großer Bedeutung ist außerdem die Auslöseverzögerung, die zum einen nach der Vorfokussierung durch halbes Durchdrücken des Auslösers gemessen wird. Während diese Zeit bei den meisten Kameras sehr gering ist, misst der zweite Test die Zeit ohne Vorfokussierung unter standardisierten Lichtverhältnissen – hierbei muss die Kamera noch scharfstellen und eine Belichtungs- und Weißabgleichsmessung durchführen, was deutlich länger in Anspruch nimmt.
Handling
Als letzter Punkt fließt die Handhabung der Kameras in unsere Bewertung ein. Hierbei bewerten wir, wie die Kamera in der Hand liegt und sich bedienen lässt. Nach Möglichkeit sollten sich alle wichtigen Funktionen schnell und ohne langes Blättern durch verschachtelte Menüeinträge erreichen lassen; im Idealfall sind sie über Knöpfe am Gehäuse zugänglich.


