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Ricoh Caplio 500G wide: Bildqualität

Mit einer Auflösung von rund 1420 Linien pro Bildhöhe zeigt die Caplio 500G wide ein gutes Resultat. In der Grundempfindlichkeit von ISO 64 messen wir einen Rauschabstand von 15,6 dB sowie ein Farbrauschen von 1,4 Prozent. Während der erste Wert ein gutes Ergebnis ist, ist das Farbrauschen bereits in der Nennempfindlichkeit sehr hoch. Und über die Empfindlichkeitsstufen steigt das Farbrauschen weiter an. Ricoh deckelt den Anstiegt bei ISO 400 etwas. Die störenden Erscheinungen steigen jedoch bei ISO 800 auf 2,7 Prozent und landen schließlich unter der höchsten Empfindlichkeit von ISO 1600 bei 4,4 Prozent. Ein doch sehr hoher Wert, den wir uns dadurch erklären versuchen, dass Ricoh durch eine starke Rauschunterdrückung fotografierte Strukturen nicht überbügeln will. Denn die Caplio soll im beruflichen Umfeld auch als Dokumentationsmittel eingesetzt werden. Und da geht Realität vor Schönheit. Auch das Helligkeitsrauschen steigt beständig an, was an den sinkenden Werten des Rauschabstands abzulesen ist. Wir messen bei ISO 100 13,7 dB, bei ISO 200 12,0 dB und bei ISO 400 schon den kritischen Wert von 10,3 dB. Bei ISO 800 stellen wir dann 9,5 dB und bei ISO 1600 7,6 dB fest.

Die Vignettierung des Objektivs ist bei der kürzesten Brennweite sehr hoch. Und auch die Blitzvignettierung ist sehr stark. Ähnlich sieht es mit der Verzeichnung bei der Linsengruppe aus. Bei kürzester Brennweite ergeben unsere Messungen eine gerade noch ausreichende Verzeichnung von 3,1 Prozent. Bei längster Brennweite im Telebereich stellen wir dagegen nur noch eine Verzeichnung von 1,0 Prozent fest, was einem guten Ergebnis entspricht.

Die Farbtreue ist mit einer Abweichung von 1,4 Prozent gut. Gelb tendiert zu Grün, Grün tendiert etwas stärker zu Cyan und Blau tendiert zu ebenfalls zu Cyan. Außerdem tendiert Magenta etwas stärker zu Blau. Der automatische Weißabgleich arbeitet unter Tageslichtbedingungen gut. Wir stellen hier lediglich eine Fehlerquote von 3,9 Prozent fest. Unter Kunstlichtbedingungen des Testlabors erzeugt die Voreinstellung der Kamera jedoch eine Abweichung von 17,1 Prozent. weiter


Copyright ©2006 by Christopher Jakob